VW-Emblem, große schwarze Wolken: Der Absatz beim Konzern bricht ein

Streit mit Zulieferern Verhandlungen auf Montag vertagt

Stand: 20.08.2016 22:51 Uhr

Der VW-Konzern und zwei seiner Lieferanten haben die Gespräche über eine Lösung ihres Streits vertagt. Aus Zuliefererkreisen hieß es, man sei auf weitere Verhandlungen am Wochenende eingestellt gewesen, das habe Volkswagen aber nicht gewünscht. Dem widersprach ein VW-Sprecher.

Volkswagen und die beiden Lieferanten ES Automobilguss sowie Car Trim haben die Gespräche über eine Lösung ihres Streits auf Montag verschoben.

Aus Zulieferkreisen war zu hören, dass man auf weitere Verhandlungen am Wochenende eingestellt gewesen sei. VW habe aber keine Gespräche am Samstag und Sonntag gewünscht. Ein Sprecher des Wolfsburger Konzerns wies das vehement zurück: Man habe die Beratungen in der Nacht zum Samstag unterbrochen - aber in gegenseitigem Einvernehmen einen Folgetermin für den Montag vereinbart.

Mehrere VW-Werke von Streit betroffen

Wegen der fehlenden Belieferung musste Europas größter Autobauer am Samstag damit beginnen, die Produktion seines wichtigsten Modells Golf im Stammwerk herunterzufahren. Ab Montag fallen Schichten auch im Werk Zwickau weg, in Emden wurde bereits Kurzarbeit angemeldet. Beide Seiten hatten erklärt, trotz der Eskalation des Konflikts in Kontakt bleiben zu wollen. "Wir arbeiten nach wie vor an einer Einigung", teilte Volkswagen mit.

Das Unternehmen hatte angekündigt, notfalls alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die dringend benötigten Teile zu erhalten. Die Zulieferer wiesen eine Verantwortung zurück. Sie gaben VW die Schuld an der Entwicklung. Es soll beim Streit um gekündigte Verträge gehen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 21. August 2016 um 09:00 Uhr.

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