Bundesgerichtshof in Karlsruhe | Bildquelle: dpa

Terrorverdacht gegen Tunesier Haftbefehl im zweiten Anlauf

Stand: 15.12.2016 17:59 Uhr

Im November war der mutmaßliche Islamist Ashraf al T. in Berlin festgenommen worden. Er kam damals aber nur wegen Urkundenfälschung in U-Haft. Nun hat sich der Terrorverdacht erhärtet. Gegen den Tunesier erging Haftbefehl wegen Verdachts auf IS-Mitgliedschaft.

Der Terrorverdacht gegen Ashraf al T., einen Anfang November in Berlin festgenommenen mutmaßlichen Islamisten, hat sich nun doch erhärtet. Im zweiten Anlauf erließ ein Richter des Bundesgerichtshofs (BGH) Haftbefehl gegen den Mann. Ihm werde vorgeworfen, von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) mit einem nicht näher bekannten Vorhaben beauftragt gewesen zu sein, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Kontakt zu IS-Mann in Syrien

Bei seiner Festnahme stand er in Verdacht, einen Anschlag in Deutschland zu planen. Dafür sah der BGH damals keine ausreichenden Indizien. Der Mann kam damals aber wegen Verdachts der Urkundenfälschung in Untersuchungshaft.

Wie die Bundesanwaltschaft nun weiter mitteilte, war Ashraf al T. nach bisherigen Erkenntnissen im Oktober des Jahres 2015 nach Deutschland eingereist, nachdem er sich zuvor dem IS angeschlossen hatte. Er habe in der Folgezeit Kontakt zu einem IS-Mann in Syrien gehalten, und von diesem "die Erlaubnis oder Unterstützung für die Durchführung seines Vorhabens" erbeten. Ob es sich bei dem Vorhaben um einen Anschlag handeln sollte, sei nicht klar, so die Bundesanwaltschaft.

Der Mann ist nach den neuen Angaben ein 24 Jahre alter Tunesier. Bisher war sein Alter mit 27 angegeben worden.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 15. Dezember 2016 um 06:02 Uhr

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