Sven Lau | Bildquelle: dpa

Urteil wegen Terrorunterstützung Jahrelange Haft für Islamisten Sven Lau

Stand: 26.07.2017 15:22 Uhr

Er gilt als eines der bekanntesten Gesichter der radikalislamistischen Szene Deutschlands: Nun wurde Sven Lau in Düsseldorf zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 36-Jährige hat aus Sicht der Richter jahrelang den Terror im Ausland unterstützt.

Der Islamist Sven Lau muss für mehrere Jahre ins Gefängnis. Das Oberlandesgericht Düsseldorf sprach den 36-Jährigen des Vorwurfs der Terrorunterstützung für schuldig und verhängte eine Haftstrafe über fünfeinhalb Jahre.

Oberlandesgericht Düsseldorf spricht Islamisten Sven Lau schuldig
tagesthemen 22:15 Uhr, 26.07.2017, Gudrun Engel, WDR

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Kämpfer und Ausrüstung für Terrororganisation

Die Tatvorwürfe gegen den gebürtigen Mönchengladbacher reichten bis in das Jahr 2013 zurück. Am schwerwiegendsten: Lau soll im Spätsommer dieses Jahres zwei Männer als Kämpfer nach Syrien geschickt haben - in die Reihen der islamistischen Terrororganisation Jamwa, die für die Errichtung eines Kalifats kämpfte. Teile der Gruppierung sollen sich mittlerweile dem "Islamischen Staat" (IS) angeschlossen haben. Des Weiteren sahen es die Richter als erwiesen an, dass Lau Bargeld und Nachtsichtgeräte an Jamwa schickte.

Die Bundesanwaltschaft hatte daher sechseinhalb Jahre Gefängnis für Lau gefordert. Bei ihm handele es sich um einen "Überzeugungstäter", der den Terror im Ausland über Jahre unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe unterstützt habe, hieß es in der Anklage.

Anhänger für Salafisten-Szene angeworben

Laus Verteidiger, Mutlu Günal, hingegen hatte auf Freispruch plädiert. Sein Mandant sei von einem verurteilten Terroristen und notorischen Lügner belastet worden, hatte Günal während des 53 Verhandlungstage dauernden Prozesses vorgebracht

In Deutschland wurde Lau bundesweit als Gesicht der radikal islamistischen Szene und als Salafisten-Prediger bekannt. Der frühere Feuerwehrmann gilt als Initiator der sogenannten Scharia-Polizei, die 2014 bundesweit für Empörung sorgte, weil deren Anhänger versuchten, in Wuppertal die Einhaltung der strengen religiösen Vorschriften des Islam durchzusetzen.

Über das von ihm mit aufgebaute salafistische Netzwerk "Einladung zum Paradies" versuchte Lau, weitere Anhänger für den Salafisten zu finden. Zudem war Lau in weiteren extremistischen Organisationen aktiv, etwa im Koran-Verteil-Netzwerk "Lies!".

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