Sturmschäden bei der Bahn | Bildquelle: dpa

"Xavier" und die Schäden Das große Aufräumen

Stand: 06.10.2017 13:14 Uhr

In den Süden rollen die Züge wieder - im Norden und Nordosten geht nach wie vor nichts im Bahnverkehr. Viele Strecken bleiben gesperrt, die Aufräumarbeiten laufen. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte unterdessen die schlechte Informationspolitik der Bahn.

Die Auswirkungen des heftigen Sturmtiefs "Xavier" bereiten Bahn und Bahnreisenden weiter schwere Probleme. Der Bahnverkehr ist auch am Tag nach dem Unwetter massiv gestört. Im Norden und Osten Deutschlands bleiben die wichtigsten Fernverkehrsstrecken gesperrt, teilte die Deutsche Bahn mit. Den Verkehr in den Süden - von Berlin Richtung Leipzig und weiter nach München - hat die Bahn wieder aufgenommen.

Nach wie vor gesperrt sind unter anderem die Routen Berlin-Hannover, Hamburg-Berlin und Hamburg-Ruhrgebiet. Hier wird nach Aussage der Bahn heute kein Verkehr möglich sein. Züge von Berlin in Richtung Frankfurt, Mannheim und München/Basel werden weiträumig umgeleitet, halten jedoch nicht in Kassel-Wilhelmshöhe, Göttingen, Hildesheim, Braunschweig und Wolfsburg. Andere ICE aus dem Süden kehren in Dortmund um, statt bis nach Bremen und Hamburg weiterzufahren. Wieder befahrbar ist seit dem Morgen die Strecke Berlin - Leipzig, wenn auch mit Einschränkungen.

Tickets bis 15. Oktober gültig

Insbesondere die Strecken von Berlin nach Hannover und von Hamburg nach Hannover würden "mit höchster Priorität frei geräumt", so die Bahn. Auf der letztgenannten Strecke sollten die ersten Züge ab dem frühen Abend wieder rollen. Die Strecken würden derzeit mit Hubschraubern abgeflogen, um festzustellen, wo der Sturm Schäden angerichtet hat. Außerdem seien überall fahrbare Hebebühnen unterwegs, um heruntergerissene Oberleitungen wieder instandzusetzen.

Die Bahn empfiehlt, Reisen auf den betroffenen Strecken möglichst zu verschieben. Wer ein gültiges Zugticket vom 5. Oktober habe, könne damit bis zum 15. Oktober reisen, teilte das Unternehmen mit. Diese Regelung gelte auch bei Tickets mit Zugbindung. Bei einem Verzicht auf die Reise könnten die Tickets ohne Gebühr zurückgeben werden.

"Xavier" verursacht Störungen des Bahnverkehrs
tagesschau 14:00 Uhr, 06.10.2017, Alina Stiegler, NDR

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Nahverkehr normalisiert sich

Laut Bahn läuft der Nahverkehr teilweise wieder an, insbesondere in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg. Dennoch müssen Fahrgäste mit Einschränkungen rechnen. Die regionale Bahngesellschaft Metronom forderte Fahrgäste dazu auf, am Freitag und am Wochenende auf Bahnreisen zu verzichten. Nach dem Sturmtief "Xavier" sei nicht absehbar, wann die Strecken wieder zuverlässig befahren werden können. Die Buskapazitäten seien derzeit vollkommen ausgeschöpft, es könnten auch keine zusätzlichen Busfahrten eingerichtet werden, zudem seien die großen Bahnhöfe überfüllt.

Auch im Großraum Berlin und Magdeburg gibt es noch größere Einschränkungen im Nahverkehr. Die S-Bahn in Hamburg fährt wieder auf dem kompletten Streckennetz, die S-Bahn Berlin verkehrt teilweise wieder.

Fahrgastverband kritisiert Informationspolitik der Bahn

Björn Gryschka, Niedersachsens Chef des Fahrgastverbands Pro Bahn, kritisierte bei tagesschau24 das schlechte digitale Management der Bahn. Dass manche Züge in digitalen Systemen als pünktlich angezeigt werden, obwohl sie gar nicht fahren, führe bei vielen Reisenden zu Verwirrungen und Unmut. Gryschka forderte ein Eingreifen der Politik, um die Digitalisierung auch im Bahnsystem voranzubringen.

Zudem appellierte Gryschka sowohl an die Bahn als auch an die Politik, die Kriterien der Bepflanzung entlang der Bahnstrecken neu zu bewerten. Bis zur Abschaffung der Dampfloks vor 40 Jahren habe es zehn Meter breite Brandschutzstreifen entlang der Gleise gegeben, die später schlichtweg zugewachsen seien. Auch seien früher die den Gleisen am nächsten stehenden Bäume kurz gehalten worden, damit sie nicht auf die Schienen fallen und dahinter stehende Bäume bei einem Unwetter auffangen können. Notfalls sei auch der Gesetzgeber gefordert, um zwischen dem Naturschutz und der Verlässlichkeit der Bahn eine Neugewichtung vorzunehmen.

Björn Gryschka, PRO BAHN, zum Krisenmanagement der Bahn
tagesschau 24 16:15 Uhr, 06.10.2017

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Gestrandet am Bahnhof

Die Nacht verbrachten viele Gestrandete in Hotels, in von der Bahn bereitgestellten Zügen oder auf dem Bahnsteig. Insgesamt 20 Züge stellte die Bahn zur Verfügung. So standen zum Beispiel drei Übernachtungszüge in Kassel-Wilhelmshöhe, außerdem gab es sogenannte Hotelzüge auch in Berlin am Hauptbahnhof und an den Stationen Spandau und Südkreuz sowie an den Hauptbahnhöfen in Köln, Dortmund, Bielefeld, Düsseldorf, Leipzig, Hamburg und Hannover.

Hanno Christ, RBB, vom Berliner Hauptbahnhof
tagesschau 14:00 Uhr, 06.10.2017

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Acht Menschen ums Leben gekommen

Das Sturmtief war am Donnerstag vor allem über den Norden und Osten Deutschlands hinweggefegt und hatte mindestens acht Menschen das Leben gekostet. Besonders schwer betroffen von dem Unwetter und den Schäden waren Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

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"Xavier" wütet über weite Teile Deutschlands

Umgestürzte Bäume am Straßenrand in der Nähe von Hildesheim in Niedersachsen.

Umgestürzte Bäume am Straßenrand in der Nähe von Rautenberg in Niedersachsen. Sturmtief "Xavier" ist über Deutschland gefegt und hat große Schäden angerichtet. | Bildquelle: dpa

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Oktober 2017 um 12:00 Uhr.

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