Orkan Friederike legt Bahnverkehr lahm | Bildquelle: dpa

Sturm über Deutschland Sechs Tote durch Orkan "Friederike"

Stand: 18.01.2018 20:52 Uhr

Der stärkste Sturm seit elf Jahren hat in weiten Teilen Deutschlands schwere Schäden verursacht. Mindestens sechs Menschen starben, es gab zahlreiche Verletzte. Die Bahn stellte den Fernverkehr komplett ein.

Mit Rekord-Windgeschwindigkeiten von zum Teil mehr als 200 Stundenkilometern hat Orkan "Friederike" den Westen und die Mitte Deutschlands heimgesucht. Besonders stark betroffen waren Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Thüringen. Laut Deutschem Wetterdienst ist "Friederike" der schwerste Sturm seit Orkan "Kyrill" im Jahr 2007.

Auf einem Campingplatz in Emmerich am Rhein wurde ein 59-Jähriger Mann von einem Baum erschlagen. Er sei sofort tot gewesen, teilte die Polizei mit. Im Kreis Soest starb ein 68 Jahre alter Autofahrer bei einem durch den Sturm verursachten Verkehrsunfall.

Carsten Wagner, NDR, zur aktuellen Situation des Fernverkehrs
tagesthemem 22:30 Uhr, 18.01.2018

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In Sundern (Sauerland) und in Bad Salzungen (Thüringen) starben zwei Feuerwehrleute im Sturmeinsatz. Ein weiterer Feuerwehrmann wurde schwer verletzt. Im südlichen Brandenburg starb außerdem ein Lastwagenfahrer, dessen Fahrzeug vermutlich in eine Windböe geriet und umkippte.

Auch in Deutschlands Nachbarländern wütete "Friederike". In Belgien wurde eine Frau von einem Baum erschlagen. Zwei Menschen starben auch in den Niederlanden wegen umstürzender Bäume. Dort wurden auf Autobahnen und Fernstraßen mehr als 60 Lastwagen umgeweht.

Reisende gestrandet

Wegen der Schäden durch den Orkan "Friederike" hat die Deutsche Bahn am Nachmittag den Fernverkehr im ganzen Land vollständig eingestellt. In Bundesländern Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen fahren auch alle anderen Züge nicht mehr.

Die Einstellung des Zugverkehrs erfolge aus Sicherheitsgründen, teilte ein Unternehmenssprecher mit. In zehn Fernbahnhöfen richtete die Bahn sogenannte Aufenthaltszüge ein, in denen gestrandete Reisende übernachten können. Außerdem bot sie Reisenden Übernachtungs- und Taxigutscheine an.

Bahnchaos und Todesopfer durch Orkantief "Friederike"
tagesthemen 22:30 Uhr, 18.01.2018, Jan Kawelke, WDR

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Schulen geschlossen

Allein in Nordrhein-Westfalen mussten Feuerwehr- und Rettungsdienste zu mindestens 7000 Einsätzen ausrücken, Straßen freiräumen, Bäume beseitigen und Gebäude sowie demolierte Oberleitungen sichern. Probleme bereiteten vor allem die zahllosen entwurzelten Bäume.

In vielen Städten Nordrhein-Westfalens fiel der Schulunterricht aus. Tausende Eltern mussten ihre Kinder vorzeitig abholen. Bis zu 100.000 Menschen waren zeitweise ohne Strom. Auf vielen Straßen kam es zu Verkehrsbehinderungen. Wegen umgestürzter Lastwagen mussten mehrere Brücken und Autobahnabschnitte gesperrt werden.

Zahlreiche Gebäude geräumt

In Gladbeck im Ruhrgebiet wurde ein Kindergarten geräumt, weil eine Dachkuppel abzustürzen drohte. In Kaarst bei Düsseldorf wurde ein Möbelmarkt wegen Schäden an der Fassade geräumt.

In Pößneck (Thüringen) wurde das Dach einer Schule abgerissen, in der sich noch Kinder befanden. Nach Angaben des Landratsamtes Saale-Orla-Kreis blieben bei dem Vorfall am Nachmittag alle Schüler unverletzt.

Flughäfen lahmgelegt

Auch der Flugbetrieb wurde durch "Friederike" beeinträchtigt. Der Flughafen Köln/Bonn und der internationale Flughafen Schiphol in Amsterdam stellten vorübergehend ihren Betrieb ein. Am Flughafen Düsseldorf wurden nach Angaben des Betreibers etliche Flüge gestrichen. Das Terminal des Paderborner Flughafens musste evakuiert werden, weil das Dach abzuheben drohte.

Inzwischen hat sich der Sturm abgeschwächt. Der Deutsche Wetterdienst erwartet, dass sich die Lage in der Nacht endgültig beruhigt. Für das Wochenende kündigen die Meteorologen eine Abkühlung und neue Schneefälle an.

Über dieses Thema berichtete am 18. Januar 2018 u.a. die tagesschau um 12:00 Uhr und tagesschau24 um 15:00 Uhr.

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