Polizisten vor der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe | Bildquelle: picture alliance / Uli Deck/dpa

Deutscher in U-Haft Spionage im Auftrag Jordaniens?

Stand: 08.08.2018 17:16 Uhr

Die Bundesanwaltschaft hat einen Deutschen festnehmen lassen, der für den jordanischen Geheimdienst spioniert haben soll. Sein Auftrag war es offenbar, Informationen über eine Moschee in Hildesheim zu sammeln.

Die Bundesanwaltschaft hat einen 33-jährigen Deutschen wegen mutmaßlicher Spionage für einen jordanischen Geheimdienst festnehmen lassen. Er soll im Jahr 2016 Informationen über die Hildesheimer Moschee eines inzwischen vom niedersächsischen Innenministerium verbotenen Vereins gesammelt und an seine Auftraggeber in Jordanien weitergegeben haben, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. 

Der Verdächtige soll den jordanischen Geheimdienst auch über Menschen informiert haben, die seiner Einschätzung nach in den Dschihad nach Syrien ziehen wollten oder bereits ausgereist waren. Die Moschee wurde von dem Verein "Deutschsprachiger Islamkreis Hildesheim" (DIK) betrieben, den das niedersächsische Innenministerium im März 2017 verbot. Der 33-Jährige wurde am Dienstag festgenommen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 08. August 2018 um 17:15 Uhr.

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