Neuer SPD-Generalsekretär Heil steht in der Mitte der Partei

Stand: 31.05.2017 00:47 Uhr

Neu ist der Job als Wahlkampfmanager für Hubertus Heil nicht, schließlich war er schon einmal SPD-Generalsekretär. Ein Erfahrungsschatz, der ihm nützen kann. Sein Vorteil: Er gehört weder zum linken noch zum rechten Flügel.

Hubertus Heil hat die Schlacht, die nun auf ihn zukommt, schon einmal geschlagen: Von 2005 bis 2009 hatte er das Amt des Generalsekretärs der SPD inne. Und er kennt die Niederlagen, die diese Position mit sich bringen kann.

Nur 23 Prozent der Wählerstimmen holten die Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl vor acht Jahren. Nun liegt das Management des Wahlkampfes wieder in den Händen des mittlerweile 44-Jährigen - und damit in den Händen von jemanden, "der den Job kennt", analysiert der stellvertretende Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Thomas Baumann.

Thomas Baumann, ARD Berlin, zur Entscheidung der SPD für Heil
tagesthemen 22:15 Uhr, 30.05.2017

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Einer aus der Mitte

"Er kennt das Willy-Brandt-Haus, er kann überzeugend reden", so Baumann. Eine weitere Stärke des neuen alten Generalsekretärs: seine Fachgebiete Politik und Wirtschaft - beides Themen, die im Wahlkampf eine entscheidende Rolle spielen dürften. Und Heil "steht in der Mitte der Partei", da er weder zum rechten noch zum linken Flügel der SPD zähle. Eine Position, in der Heil zuzutrauen sei, die Geschlossenheit in der SPD zu erhalten.

Heil muss "Schnitzer" ausbügeln

Ändern müsse Heil aber trotzdem so einiges. Im angelaufenen Wahlkampf habe die SPD unter der bisherigen Generalsekretärin Katarina Barley "grobe handwerkliche Schnitzer gemacht". Der Kanzlerkandidat Martin Schulz sei "zu wenig sichtbar und zu wenig offensiv verkauft" worden. Und es reihen sich weitere Fehler aneinander, etwa in der Terminplanung: Schulz und Sigmar Gabriel treten zur selben Zeit in der selben Stadt auf.

Thomas Oppermann, SPD-Fraktionsvorsitzender, zum Personalwechsel
Morgenmagazin 07:00 Uhr, 31.05.2017

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Heil müsse nun einen Plan aufstellen, der Schulz als Kanzlerkandidaten die größtmögliche Aufmerksamkeit garantiere. Und auch bei den bislang noch unbekannten Inhalten des SPD-Wahlprogramms - Rente und Steuern - müsse Heil sicherstellen, dass alles wirklich zueinander passe.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 30. Mai 2017 um 22:15 Uhr.

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