Vegane "Wurst" | Bildquelle: dpa

Schmidt-Vorschlag Kampfansage an die "vegane Wurst"

Stand: 28.12.2016 03:36 Uhr

In Supermärkten liegen klassische Leberwurst und "vegetarische Wurst" oft friedlich nebeneinander. Bundesagrarminister Schmidt will derartige Fleischbezeichnungen für vegetarische und vegane Produkte verbieten - sie seien irreführend.

Bundesagrarminister Christian Schmidt will Fleischbezeichnungen für vegetarische und vegane Lebensmittel verbieten. Begriffe wie "vegetarisches Schnitzel" oder "vegane Currywurst" seien "komplett irreführend und verunsichern die Verbraucher", sagte der CSU-Politiker der "Bild".

"Ich setze mich dafür ein, dass sie im Sinne einer klaren Verbraucherkennzeichnung verboten werden." Niemand dürfe "bei diesen Pseudo-Fleischgerichten so tun, als ob es Fleisch wäre", forderte Schmidt. Hersteller sollten eigene Namen für ihre pflanzlichen Produkte finden.

Vegetarische Currywurst steht auf einem Tisch in einer vegetarischen Metzgerei in Berlin-Kreuzberg. | Bildquelle: dpa
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Darf diese "vegetarische Currywurst" bald nicht mehr unter diesem Namen beworben werden?

Klare Kennzeichnung

Schmidt hatte sich zuvor schon für eine klare Kennzeichnung der Inhaltsstoffe sogenannter Veggie-Produkte ausgesprochen. Wer sich vegetarisch oder vegan ernähre, solle zuverlässig aus einem breiten Angebot von Lebensmitteln auswählen können. Dafür sei eine klare Kennzeichnung dieser Produkte wichtig, sagte Schmidt im Oktober.

Bereits im Juni hatte er in einem Brief vom zuständigen EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eine klare Kennzeichnung vegetarischer und veganer Produkte gefordert.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Dezember 2016 um 04:18 Uhr.

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