Beate Zschäpe. | Bildquelle: dpa

NSU-Prozess Zschäpe-Aussage erst Anfang Dezember

Stand: 12.11.2015 17:39 Uhr

Die mutmaßlichen Rechtsterroristin Zschäpe will ihr Schweigen im NSU-Prozess brechen, doch die eigentlich bereits für Mittwoch angekündigte Aussage wird es nun voraussichtlich erst am 8. Dezember geben. Der Grund dafür ist eher profan.

Nach rund 240 Tagen Hauptverhandlung war die Ankündigung, dass die Angeklagte Beate Zschäpe im NSU-Prozess aussagen will, eine kleine Sensation. Doch dann wurde die für den vergangenen Mittwoch angekündigte Aussage verschoben. Und jetzt soll die Erklärung der mutmaßlichen Neonazi-Terroristin nach ARD-Informationen wohl erst am 8. Dezember verlesen werden.

Zschäpes neuer Wahlverteidiger Hermann Borchert habe demnach schriftlich mitgeteilt, dass er sich derzeit im Urlaub befinde und sich die Aussage darum verzögert. Doch auch das Chaos um Zschäpes Pflichtverteidiger spielt in den erneuten Aufschub hinein - drei der insgesamt vier Pflichtverteidiger hatten vor zwei Tagen erneut gefordert, von ihrem Mandat entbunden zu werden.

Hinzu kam ein Antrag der Anwälte des Mitangeklagten Ralf Wohlleben - in Form eines Befangenheitsantrages gegen den gesamten Senat. Daraufhin unterbrach der Vorsitzende Richter Manfred Götzl den Prozess zunächst für eine Woche.

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