Kinder aus einer Kita in Potsdam haben sich für einen Aufenthalt im Freien angezogen | Bildquelle: dpa

Gesetz zu Kita-Qualität "Wir verlieren viel zu viele Kinder"

Stand: 02.05.2018 17:32 Uhr

Mal fehlen Erzieher, mal pädagogische Angebote: In vielen Kitas ist die Betreuungsqualität nicht die beste. Der Bund will nun viel Geld in die Hand nehmen und plant eine Qualitätsoffensive.

Der Bund will die Qualität der Kinderbetreuung in den Kitas verbessern. Bis 2021 will das Bundesfamilienministerium den Ländern dafür zusätzlich 3,5 Milliarden Euro bereitstellen. Am Ende soll es einheitliche Standards geben.

Bis zum Sommer will Familienministerin Franziska Giffey (SPD) ein Gesetz auf den Weg bringen, dass dann Anfang nächsten Jahres in Kraft treten soll. Das sogenannte "Gute-Kita-Gesetz" sieht vor, dass die Betreuungsschlüssel verbessert und Erzieher stärker qualifiziert werden. Kitas sollen außerdem zum Beispiel mehr Sprachförderung oder flexiblere Öffnungszeiten anbieten können.

Das "Gute-Kita-Gesetz" für bessere Kinderbetreuung
tagesschau 20:00 Uhr, 02.05.2018, Ulla Fiebig, ARD Berlin

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Alle Kinder sollen profitieren

Zu einer besseren Kita-Qualität gehört laut den Plänen auch, gesundes Essen anzubieten oder die Räume in den Kitas zu modernisieren. Kita-Leiter sollen sich stärker um ihre Leitungsaufgaben kümmern können, anstatt ständig bei der Betreuung aushelfen zu müssen. Für Eltern plant das Familienministerium geringere Gebühren, ohne das vorab genau regeln zu wollen.

Verteilt werden sollen die Mittel des Bundes nach dem Anteil der Unter-Sechs-Jährigen in den Bundesländern. Vorgesehen sind demnach auch Zielvereinbarungen mit den Ländern, wofür das Geld ausgegeben wird. Es soll auch geprüft werden, ob sich die Länder an die Vereinbarungen gehalten haben. Generell trägt der Bund aber auch weiterhin nur einen geringen Teil der Kosten für Kindertagesbetreuung.

Werben für die sozialen Berufe

Ein großes Problem bleibt der Fachkräftemangel. Deshalb will die Bundesregierung mit einer Offensive für den Beruf der Erzieherinnen und Erzieher werben. Insgesamt solle in diesem Zusammenhang das Image der sozialen Berufe aufgewertet werden, so Giffey.

Jahrelang war an einem entsprechenden Gesetz für mehr Qualität in den Kitas gearbeitet worden - jetzt sind die Entwürfe fertig. "Ich möchte, dass es jedes Kind packt", sagte die Familienministerin. Es gebe zu viele Kinder, die nicht ausreichend vorbereitet seien, wenn sie in die Schule kämen. "Wir verlieren im Moment einfach viel zu viele Kinder."

Das Gesetz wird nun in der Bundesregierung abgestimmt. Giffey hofft, dass die ersten Gelder dann Mitte nächsten Jahres in den Kitas ankommen.

Familienministerin Giffey legt Gesetz für bessere Kinderbetreuung vor
V. Wolfskämpf, ARD Berlin
02.05.2018 12:38 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. April 2018 um 12:00 Uhr.

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