Verkleidete Frauen winken vor dem Kölner Dom. | Bildquelle: dpa

Beginn des Karnevals Narren übernehmen das Kommando

Stand: 08.02.2018 12:41 Uhr

Die Jecken strömen wieder aus: Zahlreiche Städte feiern Karneval. Pünktlich um 11.11 Uhr hat das närrische Treiben seinen Lauf genommen - und das vor allem draußen. Im Rheinland herrscht strahlender Sonnenschein.

Ganz Deutschland wird närrisch! Ganz Deutschland? Nein! Einige von unbeugsamen Karnevalsskeptikern besiedelte Landstriche machen nicht mit beim bunten Faschingstreiben.

Alle anderen feiern, und das bei überwiegend sonnigem Wetter. Am jecksten geht es im Rheinland zu. Kostümierte "jecke Wiever" stürmten pünktlich um 11.11 Uhr die Büros, um Krawattenträgern mit der Schere zu Leibe zu rücken und die Macht zu übernehmen. Auch in Mainz tanzen Tausende Narren bei Sonnenschein in der Innenstadt.

In mehreren Städten appellierte die Polizei an die Narren, auf Verkleidungen als Terrorist und auf Waffenattrappen zu verzichten. Die Polizisten müssten ansonsten nachschauen, ob es sich um echte oder falsche Waffen handele, warnte der Kölner Polizeidirektor Martin Lotz.

Karneval in Köln: Diskussion um Alkoholexzess und Sexismus
tagesschau 20:00 Uhr, 08.02.2018, Marion Schmickler, WDR

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Diskussion um Sauf-Exzesse und #MeeToo

Die Vorwürfe der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, beim Karneval in Köln werde zu viel getrunken, wies der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, zurück. Er habe sich über diesen Vorwurf "extrem geärgert", sagte Kuckelkorn. Karneval stehe auch für soziales Engagement, für Integration, für kleine Feiern in Pfarreien und Schulen, für strahlende Kinderaugen. "Der Karneval ist gut für Köln und die Menschen", betonte er.

Zur #MeToo-Kampagne gegen Sexismus und Belästigung sagte Kuckelkorn der dpa: "Im Karneval wie auch an jedem anderen Tag gilt: Erlaubt ist, was gefällt - solange es allen gefällt! Wenn man sich respektvoll verhält, ist sicherlich auch ein Bützje in Ordnung." Ein "Bützje" ist ein Wangenkuss, der in Köln an Karneval auch unter Fremden üblich ist.

"Fiese Typen gibt es leider überall, ja, aber ich werde mir das Feiern auf keinen Fall vermiesen lassen", sagte eine Karnevalistin in Köln. "Schunkel und Bützje gehören für mich dazu." Eine andere Frau warnte: "Die Herren müssen ihre Finger schon bei sich halten."

Jecken feiern an Weiberfastnacht vor dem Kölner Dom. | Bildquelle: dpa
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Bei strahlender Sonne feiern die Jecken den Straßenkarneval.

Störungen im Bahnverkehr in NRW

Unterdessen sorgte eine Oberleitungsstörung am Düsseldorfer Hauptbahnhof für erhebliche Störungen im Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen. Betroffen waren sowohl der Fern- als auch der Regionalverkehr. Der Schaden hatte Auswirkungen auf das Bahnnetz im gesamten Rhein-Ruhr-Gebiet. Betroffen waren auch Karnevalisten, die an Weiberfastnacht auf dem Weg nach Köln und Düsseldorf waren. Der Schaden in Düsseldorf konnte im Laufe des Vormittags repariert werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 08. Februar 2018 um 12:00 Uhr.

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