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Die Bilder von Eschede haben sich tief ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Beim größten Eisenbahnunglück in Deutschland in der niedersächsischen Stadt kamen 101 Menschen ums Leben. Zehn Jahre später verlief der Unfall eines ICE-3 in Köln glimpflich. Bei höherer Geschwindigkeit hätte es aber zu einer Katastrophe wie in Eschede kommen können. Das sagt das Eisenbahn-Bundesamt.
[Bildunterschrift: Bei dem Zugunglück in Eschede 1998 kamen 101 Menschen ums Leben. ]
Wie eine Sprecherin der Behörde bestätigte, warnt das Amt in einem Schreiben vom vergangenen Freitag an die Bahn vor "erheblichen Gefahren für Leib und Leben", wenn die Züge des Typs weiter unverändert betrieben werden. "Der Bruch einer Radsatzwelle führt unweigerlich zum Entgleisen des Zuges, das Leben einer Vielzahl von Menschen ist unmittelbar in äußerster Gefahr."
In dem Schreiben dringt die Kontrollbehörde auf eine schnellere Überprüfung der Rissfreiheit. "Wäre dasselbe Ereignis bei einer Streckengeschwindigkeit von bis zu 300 km/h aufgetreten, hätte sich mit nicht unerheblicher Wahrscheinlichkeit eine Katastrophe wie zum Beispiel in Eschede ereignen können", heißt es. Die Sprecherin der Behörde wollte das Schreiben nicht näher kommentieren, das die Zeitschrift "Eisenbahn-Kurier" auf ihrer Internetseite veröffentlicht hatte.
[Bildunterschrift: Beamte der Bundespolizei stehen neben einem entgleisten ICE am Hauptbahnhof in Köln (Foto vom 9. Juli). Bei höherer Geschwindigkeit hätte die Entgleisung dramatische Folgen haben können. ]
Das Fahrpersonal hatte den ICE am Mittwoch vergangener Woche erst bei der Ausfahrt aus dem Kölner Bahnhof gestoppt, nachdem sich zuvor wiederholt Reisende über verdächtige Klappergeräusche beschwert hatten. Bei der Notbremsung entgleiste der Zug mit einem Achsbruch. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand.
Die Bahn hat inwischen angekündigt, die Schnellzüge häufiger zu überprüfen als bisher. Die Bahn geht bisher von einem Einzelfall aus. Sie hatte dennoch die gesamte ICE-3-Flotte vorrübergehend aus dem Verkehr gezogen.
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