Gewalt im Umfeld des G20-Gipfels (Archiv) | Bildquelle: dpa

Nach G20-Krawallen Großrazzia in linker Szene

Stand: 05.12.2017 06:41 Uhr

Seit dem frühen Morgen geht die Polizei in mehreren Bundesländern gegen die linke Szene vor. Grund sind die Krawalle beim G20-Gipfel in Hamburg. Die Ermittler hoffen, neue Erkenntnisse über Vorbereitungshandlungen zu den Krawallen zu finden.

Fünf Monate nach den schweren Krawallen am Rande des G20-Gipfels in Hamburg führt die Sonderkommission "Schwarzer Block" seit dem frühen Morgen eine bundesweite Razzia im linken Milieu durch. Nach NDR-Informationen hat die Polizei dabei 24 Objekte in acht Bundesländern im Visier, darunter Wohnräume von Privatpersonen und linke Stadtteilzentren - unter anderem in Göttingen und Stuttgart. In Hamburg durchsuchen Beamte die Wohnung eines mutmaßlichen Mitglieds der linksextremen Gruppe "Roter Aufbau Hamburg".

Hoffnung auf Erkenntnisse zur Vorbereitung von Krawallen

Die Ermittler hoffen, durch die Razzia neben gerichtsverwertbaren Belegen für strafbare Handlungen auch neue Erkenntnisse über Vorbereitungshandlungen zu den G20-Krawallen zu finden.

Eine wesentliche Rolle spielt auch die gewalttätige Auseinandersetzung in der Straße Rondenbarg. Die Polizei ermittelt in diesem Komplex wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruches.

In der Sonderkommission "Schwarzer Block" arbeiten mehr als 160 Ermittler. Neben Polizisten aus Hamburg verstärken Beamte aus anderen Bundesländern und der Bundespolizei die Einheit. Dienststellen-Sitz ist die ehemalige G20-Gefangenensammelstelle in Hamburg-Harburg.

Darstellung: