Polizeibeamte stehen vor der Fussilet-Moschee in Berlin. | Bildquelle: dpa

Polizeieinsatz in Berlin Moschee-Verein "Fussilet 33" verboten

Stand: 28.02.2017 10:51 Uhr

Der Berliner Moschee-Verein "Fussilet 33" galt als Stützpunkt für islamistische Terroristen in Berlin. Wie jetzt bekannt wurde, ist er verboten worden. 450 Polizisten durchsuchten Wohnungen und Firmensitze sowie Hafträume in Berliner Gefängnissen.

Der umstrittene Berliner Moschee-Verein "Fussilet 33" ist verboten worden. Die Verfügung trat bereits am 15. Februar in Kraft. Die Polizei informierte aber erst jetzt. Die Moschee schloss ihre Räume bereits vor einer Woche von selbst.

Ab 6 Uhr am Morgen durchsuchte die Polizei 24 Objekte in Berlin, die im Zusammenhang mit dem Verbot stehen. Darunter waren Wohnungen, zwei Firmen sowie sechs Hafträume in den Berliner Justizvollzugsanstalten Moabit und Tegel. Insgesamt waren rund 450 Beamte im Einsatz. Weitere Informationen will das Innenministerium am Mittag bekannt geben.

Die Fussilet-Moschee im Stadtteil Moabit galt als Treffpunkt für Islamisten. Auch der Attentäter vom Breitscheidplatz, Anis Amri, war mehrfach dort.

"Fussilet 33" soll Moschee-Besucher radikalisiert sowie Personen und militärische Ausrüstung in Krisengebiete geschleust haben. Die Polizei hatte die Räume bereits 2015 durchsucht. Fünf Vorständen und Anhängern wurde inzwischen wegen Terrorverdachts der Prozess gemacht.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 28. Februar 2017 um 07:21 Uhr und die tagesschau um 09:00 Uhr.

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