Blitzeis: Unfall in Stuttgart | Bildquelle: dpa

Rettungsteams im Dauereinsatz Hunderte Unfälle nach Blitzeis

Stand: 23.01.2016 14:16 Uhr

Blitzeis und Schnee haben bundesweit zu Hunderten Unfällen geführt. Erhebliche Probleme gab es seit dem späten Freitagabend vor allem im Südwesten und Osten Deutschlands. Dutzende Menschen wurden verletzt, die meisten zum Glück nur leicht.

Winter- und Abschleppdienste sind seit dem späten Freitagabend im Dauereinsatz. Denn der Regen, den das neue Wettertief "Iris" mit sich bringt, hat die Straßen in vielen Regionen Deutschlands in spiegelglatte Rutschbahnen verwandelt. Etliche Autos und Lastwagen krachten zusammen oder rutschten von der Straße. Mit Kranwagen wurden umgekippte oder in Böschungen gerutschte Fahrzeuge geborgen.

Blitzeis führt zu zahlreichen Verkehrsunfällen
tagesschau 09:00 Uhr, 23.01.2016

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Die Polizei in Baden-Württemberg meldete bis zum Morgen 145 Glatteisunfälle, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden. In Stuttgart musste ein Auto aus dem Neckar geholt werden. Fahrer und Beifahrer konnten sich befreien und wurden von Rettungskräften aus dem eisigen Wasser gezogen. In Rheinland-Pfalz saß eine Gemeinde zeitweise im Dunkeln, weil ein Autofahrer in einen Strom-Verteilerkasten gerutscht war. Zahlreiche Fußgänger stürzten und erlitten Prellungen oder gar Knochenbrüche.

Auch in anderen Regionen wurde Schnee und Blitzeis auf Autobahnen etlichen Fahrern zum Verhängnis. In Thüringen krachte es auf der A4, A9 und A71 mehrfach. Zudem sorgten quer stehende Laster zeitweise für Stau. Auf der A9 Richtung Berlin kam der Fahrer eines mit Äpfeln beladenen Lastwagens von der Fahrbahn ab. Der Lkw sei einen Abhang hinuntergerutscht und der Fahrer eingeklemmt worden, berichtete die Polizei. Auf der A71 überschlug sich ein Auto und blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer wurde verletzt. Im Zugverkehr gab es dagegen zunächst keine Probleme, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

Gefahr noch nicht ganz vorbei, aber ...

Auch im Tagesverlauf können die Straßen noch glatt sein, warnte die Polizei. "Wer es nicht unbedingt braucht, soll sein Auto in den Vormittagsstunden stehen lassen", sagte ein Polizeisprecher in Magdeburg. Die Hauptstraßen in den Städten seien geräumt und gestreut, auf den Nebenstraßen sei es jedoch spiegelglatt, hieß es in Niedersachsen.

... Entspannung in Sicht - mit Schietwetter im Norden

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte Blitzeis in weiten Teilen Deutschlands von Freitagabend an angekündigt. Im Tagesverlauf muss vor allem in der Osthälfte noch mit Eisregen und länger andauerndem Schneefall gerechnet werden. Ansonsten entspannt sich die Wetterlage allmählich. Das Eis wird tauen und es bleibt dann trocken. Die Sonne schaut am ehesten an der Nordsee mal heraus. Die Temperaturen reichen von minus 1 Grad in der Lausitz bis plus acht Grad im Westen.

Am Sonntag ist es in Alpennähe freundlich und trocken. Sonst gibt es viele Wolken und gebietsweise etwas Regen. Am Montag und Dienstag kommt auch eher der Süden besser weg. Außerhalb zäher Nebelfelder wird es dort freundlich und trocken sein. In Richtung Norden wird das Wetter eher unbeständig - mit vielen Wolken und Regen.

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