FDP-Chef Lindner | Bildquelle: dpa

FDP-Dreikönigstreffen Weg mit dem Schwarzen Peter

Stand: 06.01.2018 02:48 Uhr

Auf ihrem Dreikönigstreffen will sich die FDP neu positionieren. Nach dem Jamaika-Aus stehen die Liberalen in der Kritik. Parteichef Lindner muss vor den nächsten Wahlen das negative Image loswerden. Gelingt ihm das im Stuttgarter Opernhaus?

Erst strahlendes Comeback, dann Jamaika-Aus - und nun? Diese Frage bewegt die FDP. Auch auf dem Dreikönigstreffen in Stuttgart. Zum Jahresauftakt wird sich Parteichef Christian Lindner wohl erneut zum Ausstieg aus den Sondierungen äußern müssen. Oder gelingt es ihm, der jüngst massiv an Popularität verloren hatte, den Blick nach vorne zu richten? Zwei Landtagswahlen stehen in diesem Jahr an - in Bayern und Hessen schielen die Liberalen auf eine Regierungsbeteiligung.

Kubicki liebäugelt mit Jamaika - in Hessen

FDP-Vorsitzender Lindner und sein Stellvertreter Kubicki | Bildquelle: AFP
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FDP-Vize Kubicki steht treu an der Seite von Lindner.

Parteivize Wolfgang Kubicki kann sich in Wiesbaden eine Jamaika-Koalition vorstellen: "Warum nicht? Neues Spiel, neues Glück. In Schleswig-Holstein haben wir gute Erfahrungen gemacht - und die hessischen Grünen sind Realos", sagte er dem "Focus". In Bayern hofft die FDP darauf, dass die CSU keine absolute Mehrheit erreicht. Dann stünde sie bereit. "Mit Markus Söder wird es schwierig - doch es ist machbar", betonte Kubicki.

Und im Bundestag? Wie sie dort die Oppositionsarbeit gestalten will, auch darum dürfte es im Stuttgarter Opernhaus gehen. Der baden-württembergische FDP-Landeschef Michael Theurer glaubt, dass auch aus der Opposition heraus Gestaltungsmacht entwickelt werden kann. Als thematische Schwerpunkte nannte er Digitalisierung, Infrastruktur und Bildung.

FDP steckt Kurs für das neue Jahr auf Dreikönigstreffen ab
tagesschau 20:00 Uhr, 06.01.2018, Kristin Becker, SWR

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Angriffe gegen Lindner

Spannend dürfte es ab Mittag werden. Dann spricht Parteichef Lindner. Wie stark er derzeit ist, wird sich in Stuttgart wohl zeigen. Zuletzt warnte die ehemalige FDP-Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger vor einem Rechtsruck ihrer Partei gewarnt. Damit zielte sie offensichtlich auch auf Äußerungen von Lindner. Der hatte angedeutet, dass er bei der AfD durchaus eine Protestwählerschaft sieht, die mit den Grundsätzen der Liberalen liebäugle - und möglicherweise zurückgeholt werden könnte.

Auch ein ehemaliger FDP-Verantwortlicher griff Lindner an. Ex-NRW-Fraktionschef Gerhard Papke äußerte seine Sorge vor einer zu starken Abhängigkeit von ihrem Parteichef. "Ich bin in Sorge, dass aus der FDP eine Christian-Lindner-Partei wird", sagte er "Spiegel-online". "Die FDP ist noch nie derart von einer Person gesteuert worden", sagte Papke, der sich 2014 mit Lindner überworfen hatte und im Wahlkampf ein kritisches Buch über ihn veröffentlichte.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Januar 2018 um 08:55 Uhr.

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