DeutschlandTrend

Deutschlandtrend

ARD-DeutschlandTrend Deutliche Meinung zu Managern und Homo-Ehe

Stand: 07.03.2013 22:53 Uhr

Eine Begrenzung von Managergehältern wie in der Schweiz fände auch in Deutschland eine klare Mehrheit. Das ist ein Ergebnis des ARD-DeutschlandTrends. Die Mehrheit der Bundesbürger ist auch für die vollständige Gleichstellung homosexueller Paare. Details der Umfrage dürften vor allem die CSU-Spitze überraschen.

Die jüngste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Frage des Adoptionsrechts in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften hat eine Debatte über deren generelle rechtliche Gleichstellung angestoßen. Die Gleichstellung wäre durchaus im Sinne einer deutlichen Mehrheit in der Bevölkerung, so das Ergebnis des aktuellen ARD-DeutschlandTrends. Für eine umfassende rechtliche Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe von Mann und Frau plädieren zwei Drittel der Bundesbürger (66 Prozent). Eine Minderheit von 30 Prozent lehnt dies ab.

Michael Strempel (ARD) mit dem DeutschlandTrend zur Homo-Ehe
tagesthemen 22:40 Uhr, 07.03.2013

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Mit Ausnahme von CDU und CSU sind alle im Bundestag vertretenen Parteien für eine rechtliche Gleichstellung. Doch auch die Anhänger dieser beiden Parteien stehen dem offener gegenüber, als die Parteiführung vielleicht vermutet. Immerhin 52 Prozent der CSU-Anhänger plädieren für eine Gleichbehandlung, bei den CDU-Anhängern sind es 55 Prozent.

89 Prozent für Begrenzung von Managergehältern

Im DeutschlandTrend war auch die Volksabstimmung in der Schweiz zur Begrenzung von Managergehältern Thema. Eine derartige Initiative fände hierzulande eine große Mehrheit - und das über die Parteigrenzen hinweg. Neun von zehn Bundesbürgern (89 Prozent) halten eine Begrenzung der Gehälter auch in Deutschland für nötig. Lediglich 8 Prozent lehnen das ab.

Begrenzung von Managergehältern
galerie

Begrenzung von Managergehältern

Mindestlohn
galerie

Welches Konzept gegen Niedriglöhne ist besser?

Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich auch für einen generellen Mindestlohn aus. Allerdings ist das Meinungsbild hier nicht mehr ganz so eindeutig. In die Debatte über dieses Thema war in der vergangenen Woche wieder Bewegung gekommen. Dabei ist in der Regierungskoalition aber keine klare gemeinsame Linie zu erkennen.

Ginge es nach dem Willen der Bevölkerung, dann würde es künftig eine gesetzliche Lohnuntergrenze für alle Arbeitnehmer geben: 55 Prozent plädieren für dieses Konzept. Vier von zehn Bürgern (40 Prozent) bevorzugen hingegen eine branchenspezifische Untergrenze, die von Arbeitgebern und Gewerkschaften ausgehandelt wird, also das von der Union bevorzugte Konzept.

Die Beantwortung dieser Frage wird in starkem Maße von der generellen politischen Orientierung bestimmt. Deutliche Mehrheiten für den gesetzlichen Mindestlohn finden sich in den Anhängerschaften von SPD, Grünen und Linken, während sich die Anhänger der Unionsparteien überwiegend für das Gegenmodell aussprechen.

Merkel an der Spitze, Rösler das Schlusslicht

Bei der Beurteilung der Regierungskoalition werden deren Protagonisten sehr unterschiedlich wahrgenommen: Während auf der einen Seite Vizekanzler Philipp Rösler von der FDP (23 Prozent) das Schlusslicht unter den abgefragten Politikern markiert, ist auf der anderen Seite die große Popularität der Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel (68 Prozent) ungebrochen. Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer findet hingegen nur bei einem guten Drittel aller Deutschen (36 Prozent) positive Resonanz.

Zufrieden mit der Arbeit von ...
galerie

Zufrieden mit der Arbeit von ...

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück scheint seine Beschreibung italienischer Politiker als "Clowns" zwar nicht geschadet zu haben, mit 36 Prozent Zustimmung konnte er sein Tief allerdings nicht überwinden. Der Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin erhält von 48 Prozent der Deutschen gute Noten und verzeichnet damit seinen bisher besten Wert im ARD-DeutschlandTrend. Demgegenüber äußern sich zum Linksfraktionsvorsitzenden Gregor Gysi 28 Prozent der Bürger wohlwollend.

Zwei Drittel sagen, Steinbrück sollte diplomatischer sein

Merkel führt bei der Kanzlerpräferenz weiterhin mit großem Abstand vor ihrem Herausforderer Steinbrück (58:26 Prozent). Die Gründe dafür sind nicht inhaltlich, sondern vorrangig in der Wahrnehmung ihren Charaktereigenschaften begründet, so das Ergebnis der Umfrage. Die CDU-Politikerin gilt im direkten Vergleich mit Steinbrück als sympathischer (54:24 Prozent) sowie glaubwürdiger (51:22 Prozent) und strahlt aus Sicht der Bürger mehr Verlässlichkeit aus (53:20 Prozent) als der SPD-Politiker.

Kanzlerpräferenz: Merkel vs. Steinbrück
galerie

Kanzlerpräferenz: Merkel vs. Steinbrück

Merkel und Steinbrück im Profilvergleich
galerie

Merkel und Steinbrück im Profilvergleich

Darüber hinaus schreibt jeder Zweite Merkel einen klareren politischen Kurs zu als dem SPD-Mann (49:26 Prozent) - auch wenn sechs von zehn der Überzeugung sind, dass Steinbrück deutlicher sagt, was er denkt als Merkel (61:22 Prozent). Knapp zwei Drittel (62 Prozent) sind der Meinung, der Merkel-Herausforderer sollte diplomatischer formulieren.

Neues Hoch für die Grünen, Rekordtief für die Piraten

In puncto politische Stimmung können die Grünen im Vergleich zur Vorwoche 2 Punkte zulegen und würden derzeit 17 Prozent erreichen. Dies ist ihr bester Wert seit Oktober 2011. Demgegenüber müssen die Piraten mit 2 Prozent (-1) ein Rekordtief verkraften. Der erhoffte Einzug in den Bundestag dürfte für sie damit in weite Ferne rücken.

Sonntagsfrage
galerie

Sonntagsfrage

Die Union könnte aktuell 40 Prozent (-1) der Stimmen auf sich vereinen, die schwarz-gelbe Koalition jedoch nicht fortsetzen, weil die FDP weiterhin unter der Fünf-Prozent-Hürde liegt. Die SPD fällt aufgrund eines Minus von einem Punkt auf 26 Prozent zurück. Die Linkspartei gewinnt einen Punkt hinzu und würde derzeit 7 Prozent der Stimmen erzielen.

Untersuchungsanlage DeutschlandTrend

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl: 1.003 Befragte
Fragen zur politischen Position der CDU bzw. CSU: jeweils rund 500 Befragte
Erhebungszeitraum: 04. bis 05. März 2013
Fallzahl Sonntagsfrage: 1.503 Befragte
Erhebungszeitraum: 04. bis 06. März 2013

Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte; bei 500 Befragten: 1,9* bis 4,4** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5% ** bei einem Anteilswert von 50%

Archiv DeutschlandTrend

DeutschlandTrend Banner
Monat:
Darstellung: