DeutschlandTrend

Wahlplakate | Bildquelle: dpa

ARD-DeutschlandTrend SPD und Union verlieren, AfD gewinnt

Stand: 25.08.2017 16:37 Uhr

Vier Wochen vor der Bundestagswahl haben Union und SPD im ARD-DeutschlandTrend leicht an Zustimmung verloren. Die AfD legt dagegen auf zehn Prozent zu. Die Themen Flüchtlinge, Einwanderung und Asylpolitik haben für die Wähler Priorität bei der Frage, was die neue Regierung nach der Wahl tun soll.

Union und SPD sinken leicht in der Wählergunst, wie eine aktuelle Umfrage des ARD-DeutschlandTrend für das Morgenmagazin ergab: Vier Wochen vor der Bundestagswahl büßte die Union demnach einen Prozentpunkt auf 38 Prozent ein, die SPD zwei Prozentpunkte auf 22 Prozent - dies im Vergleich zur Umfrage vom 9. August. Die AfD legte dagegen um zwei Punkte auf zehn Prozent zu. Die FDP gewann einen Punkt auf neun Prozent. Die Linke und die Grünen verharrten bei neun beziehungsweise acht Prozent.

Einwanderungspolitik hat Priorität

Eine Frage zu den dringendsten politischen Aufgaben für die nächste Bundesregierung wurde sehr unterschiedlich beantwortet. Zwölf Prozent der Bundesbürger sind demnach der Meinung, die neue Regierung solle sich nach der Wahl primär um die Klärung der Einwanderungsfragen, die Neudefinition des Asylrechtes und die Schaffung eines Einwanderungsgesetzes kümmern.

Neun Prozent halten es für wichtig, dass die Kluft zwischen Arm und Reich verringert, eine Reichensteuer eingeführt wird und soziale Ungerechtigkeiten und Armut bekämpft werden.

Für sieben Prozent steht die innere Sicherheit mit Terror- und Kriminalitätsbekämpfung im Vordergrund. Sechs Prozent fordern, dass die neue Regierung die Wahlversprechen hält, auf das Volk hört und mehr Transparenz schafft. Fünf Prozent wünschen sich eine Verbesserung und Vereinheitlichung des Bildungssystems.

ARD Deutschlandtrend: Was soll die Bundesregierung nach der Wahl vorrangig tun?
Morgenmagazin, 25.08.2017

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Ebenfalls fünf Prozent halten es für wichtig, dass sich die kommende Regierung um die bessere Integration von Flüchtlingen kümmert, vier Prozent wünschen sich eine strengere Asylpolitik und eine Begrenzung der Zuwanderung. Drei Prozent wollen, dass dem Klimawandel entgegengewirkt und die Energiewende vorangetrieben wird.

Weitere drei Prozent priorisieren die Gewährleistung der Alterssicherung, höhere Renten und die Durchführung einer Rentenreform. Neben den genannten Hauptforderungen werden eine große Breite weiterer Themen genannt, dabei Aufgaben im Zusammenhang mit der Familienpolitik, die Beziehungen zu Russland und der Türkei, der wirtschaftlichen Stabilität.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung ab 18 Jahren
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Dual Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl: 1035 Menschen
Erhebungszeitraum: 21. bis 23. August (Sonntagsfrage: 22. bis 23. August)
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte

Durchführendes Institut: Infratest dimap

* bei einem Anteilswert von 5 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 25. August 2017 um 05:00 Uhr.

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