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Verzicht Petrys auf die AfD-Spitzenkandidatur

DeutschlandTrend Deutsche sehen AfD geschwächt

Stand: 21.04.2017 00:04 Uhr

Rosig sieht es für die AfD derzeit eher nicht aus. Nicht nur verliert sie an Zustimmung, auch die Erklärung Frauke Petrys, auf eine Spitzenkandidatur zu verzichten, dürfte der Partei schaden. Das zumindest meint die Mehrheit der Deutschen, zeigt der neue DeutschlandTrend.


Frauke Petrys Entscheidung, auf eine AfD-Spitzenkandidatur zu verzichten, kam für viele Beobachter überraschend - und kann als ihre Niederlage in den Flügelkämpfen der Partei gewertet werden. Die nationalkonservativen Rechtsausleger um Alexander Gauland, Björn Höcke und André Poggenburg sind - zumindest im Moment - im Aufwind. Zugleich bemühte sich die Parteispitze, Petrys Entscheidung mit Blick auf die anstehenden Wahlen runterzukochen. Man wolle mit Themen punkten, nicht mit Köpfen, hieß es.

Dass allerdings Petrys Rückzug der Partei wirklich gut tut, daran zweifelt eine breite Mehrheit der Deutschen: Laut DeutschlandTrend von infratest dimap im Auftrag des ARD-Morgenmagazins meinen 50 Prozent der Deutschen, dass Petrys Entscheidung die Partei eher schwächen wird. Nur 17 Prozent glauben, dass diese Entscheidung die Partei eher stärkt. 33 Prozent hatten zu dieser Frage noch keine Meinung. Dieser hohe Wert hängt offensichtlich damit zusammen, dass zum Zeitpunkt der Befragung am 19. April ab 17 Uhr viele der Angesprochenen noch nicht informiert waren.

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Verzicht Petrys auf die AfD-Spitzenkandidatur

Sonntagsfrage: Leichter Gewinn für Union

In der aktuellen Sonntagsfrage erhält die Union 35 Prozent der Wählerstimmen, die SPD kommt auf 30 Prozent. Die AfD erhält zehn Prozent der Stimmen, die Linkspartei acht Prozent und die Grünen kommen auf sieben Prozent. Die FDP läge bei sechs Prozent.

Im Vergleich zum DeutschlandTrend vom 11. April 2017 gewinnen die Union und Linkspartei einen Prozentpunkt hinzu. Die SPD, die Grünen und die AfD verlieren jeweils einen Prozentpunkt. Die Stimmen für die FDP bleiben unverändert. Insgesamt erhält die Regierungskoalition 65 Prozent.

Sonntagsfrage
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Sonntagsfrage

Mehrheit skeptisch gegenüber Türkei

Der Ausgang des Verfassungsreferendums in der Türkei stößt bei der Mehrheit der Deutschen auf Kritik: 64 Prozent der Befragten fordern, die Bundesregierung möge sich für ein Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei einsetzen. Nur 28 Prozent sind gegenteiliger Meinung.

EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei
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EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

In Deutschland haben besonders viele Deutschtürken für das Präsidialsystem in der Türkei gestimmt, es folgte eine Debatte über die doppelte Staatsbürgerschaft. 58 Prozent aller Befragten sprechen sich gegen den Doppelpass aus. 35 Prozent befürworten die doppelte Staatsbürgerschaft.

Doppelte Staatsbürgerschaft
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Doppelte Staatsbürgerschaft

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DeutschlandTrend im ARD-Morgenmagazin

Sonntagsfrage

Sonntagsfrage

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung ab 18 Jahren
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Dual Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl: 934 Befragte
Fallzeit zum Rücktritt von Frauke Petry: 465 Befragte
Erhebungszeitraum: 18. und 19. April 2017
Erhebungszeitraum zum Rücktritt von Frauke Petry: 19. April 2017
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 20. April 2017 um 06:00 Uhr

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