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Kanzlerin Merkel | Bildquelle: dpa

DeutschlandTrend im ARD-Morgenmagazin Merkel macht etwas Boden gut

Stand: 18.12.2015 06:59 Uhr

Kanzlerin Merkel kann mit ihrer Flüchtlingspolitik wieder mehr überzeugen - nicht nur ihre CDU, sondern auch eine zunehmende Zahl der Deutschen. Laut DeutschlandTrend für das ARD-Morgenmagazin stützen inzwischen wieder 42 Prozent den Merkel-Kurs. Aber: 57 Prozent halten ihn für falsch.

Der CDU-Parteitag in Karlsruhe war für Angela Merkel und ihren Kurs in der Flüchtlingspolitik ein Triumph. Große Harmonie statt großer Krach - die Partei stand hinter ihr.

Und wie sieht das bei den Bundesbürgern aus? Wie sehen sie Merkels Flüchtlingspolitik? Hier ist das Bild weniger eindeutig als bei den CDU-Delegierten. Laut DeutschlandTrend für das ARD-Morgenmagazin stützen 42 Prozent der Deutschen den Merkel-Kurs. Genauer: 35 Prozent sind zufrieden, sieben Prozent sogar sehr zufrieden. Im Vergleich zur Umfrage von Anfang November konnte Merkel hier Boden leicht gut machen, die Zustimmung wuchs um drei Prozentpunkte.

Allerdings: 57 Prozent der Deutschen halten Merkels Politik für falsch. Genauer: 33 Prozent sind wenig, 24 Prozent sind gar nicht zufrieden.

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ARD-DeutschlandTrend im Morgenmagazin

Die Ergebnisse vom 18. Dezember 2015

Sonntagsfrage

Sonntagsfrage

Grünen-Anhänger stützen Merkel-Kurs

Beim Blick auf die politischen Lager wird klar: Auf die Grünen-Anhänger kann sich Merkel verlassen. 68 Prozent stützen ihre Flüchtlingspolitik. Bei den Unions-Anhängern liegt die Zustimmung bei 57 Prozent. Das ist besonders mit dem Blick auf den CDU-Parteitag interessant, zeigt es doch, dass die Delegierten offenbar nicht die Basis repräsentieren. Hier wird Merkel also noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, damit der "Frieden von Karlsruhe" auch für die Basis gilt. Ein Parteitagsbeschluss reicht nicht.

Die breiteste Ablehnung der Merkelschen Flüchtlingspolitik gibt es im Lager der AfD-Anhänger: 98 Prozent sprechen sich laut DeutschlandTrend für das ARD-Morgenmagazin dagegen aus.

Union legt wieder leicht zu, die SPD nicht

Merkels Flüchtlingspolitik hatte die Union auch zunehmend nervös gemacht, weil die Umfragewerte sanken - nach 15 Jahren als CDU-Chefin und zehn Kanzlerjahren wuchsen damit plötzlich Zweifel am Zugpferd. Doch der Negativtrend bei den Umfragen scheint vorerst gestoppt: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, läge die Union im Vergleich zum DeutschlandTrend von Anfang Dezember um einen Prozentpunkt zu und käme jetzt auf 38 Prozent.

Die SPD kann weiterhin nicht von der Großen Koalition profitieren - sie läge bei mageren 24 Prozent, das wäre noch schlechter als die ohnehin schon schlechten 25,7 Prozent bei der Bundestagswahl 2013. Und der Berliner Parteitag hat die Situation für die Sozialdemokraten nicht einfacher gemacht: der Parteichef geschwächt, Gezänk zwischen Partei und Fraktion. Zwei Jahre vor der Bundestagswahl hat die SPD noch viel zu tun, wenn sie ernsthaft mit einem Kanzlerkandidaten antreten will. Erster Testlauf für die SPD sind die Landtagswahlen im nächsten Jahr.

Die Grünen und die AfD lägen gleichauf bei zehn Prozent. Die Linkspartei käme unverändert auf acht Prozent. Die FDP würde es mit vier Prozent erneut nichts ins Parlament schaffen.

Und was ist mit Weihnachten?

Und weil Weihnachten bevorsteht, fragte der DeutschlandTrend für das ARD-Morgenmagazin außerdem zum Weihnachtseinkauf. Ergebnis: Ein Drittel der Bundesbürger (32 Prozent) will weniger Geld für Geschenke ausgeben als noch im Vorjahr. 53 Prozent wollen ähnlich viel Geld ausgeben und etwa jeder Zehnte (neun Prozent) plant höhere Ausgaben als im vergangenen Jahr.

Der aktuelle DeutschlandTrend
ARD-Morgenmagazin, 18.12.2015

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Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung ab 18 Jahren
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Dual Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews, computergestützt (CATI)
Fallzahl: 1.021 Befragte
Erhebungszeitraum: 14. bis 16. Dezember 2015
Fehlertoleranz: 1,0* bis 2,3** Prozentpunkte
*bei einem Anteilswert von 5 Prozent **bei einem Anteilswert von 50 Prozent

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