Mannschaftsbus von Borussia Dortmund

Bekennerschreiben am Tatort Behörden prüfen islamistischen Hintergrund

Stand: 12.04.2017 09:15 Uhr

Nach dem Anschlag auf einen Mannschaftsbus des BVB sind zwei Bekennerschreiben aufgetaucht. Eines davon wird nach Informationen von NDR, WDR und SZ geprüft, weil es Hinweise auf eine einen islamistischen Hintergrund enthalten könnte.

Von Georg Mascolo, Rechercheverbund NDR, WDR und SZ

Nach dem Anschlag auf einen Mannschaftsbus des BVB prüfen Sicherheitsbehörden, ob die Attacke einen islamistischen Hintergrund haben könnte.

Grund hierfür ist nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung", dass am Tatort ein einseitiges Schreiben aufgefunden wurde, das mit den Worten "Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen" beginnt.

In dem Schriftstück wird Bezug auf den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt genommen und behauptet, dass deutsche Tornados daran beteiligt seien, Muslime im Kalifat des "Islamischen Staates" zu ermorden. Deshalb stünden ab sofort Sportler und andere Prominente "in Deutschland und anderen Kreuzfahrer-Nationen" auf einer "Todesliste des Islamischen Staates." Dies gelte solange, bis die deutschen Tornados abgezogen und die amerikanische Luftwaffenbasis im pfälzischen Ramstein geschlossen werde. Das Schreiben trägt keine Unterschrift.

Ermittlungen nach Angriff auf BVB-Mannschaftsbus
tagesschau24 13:00 Uhr, 12.04.2017, Antraud Cordes-Strehle, WDR

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Inzwischen haben Behörden des Bundes des Landes Nordrhein-Westfalen eine intensive Analyse des Schreibens begonnen, Islam-Wissenschaftler und Forensiker sind daran beteiligt. Nach Einschätzung von an der Untersuchung beteiligten Personen ist es noch zu früh, eine gesicherte Einschätzung abzugeben. Man sei noch sehr vorsichtig mit der Zuordnung hieß es, der Vorgang sei sehr ungewöhnlich. Als denkbar gilt auch, dass die tatsächlichen Täter bewusst eine falsche Spur legen wollen.

Über dieses Thema berichtete am 12. April 2017 die tagesschau um 09:00 Uhr und tagesschau24 um 13:00 Uhr.

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