Überschwemmte Straßen am Rhein in Köln | Bildquelle: dpa

Nach heftigem Niederschlag Erst "Burglind", jetzt Hochwasser

Stand: 04.01.2018 11:51 Uhr

Sturmtief "Burglind" ist vorübergezogen - doch jetzt gibt es neue Probleme. Vor allem in der Südhälfte Deutschlands steigen wegen der heftigen Niederschläge die Hochwasserpegel. Auf der Mosel ist die Schifffahrt gestoppt.

Die Hochwasserlage an Rhein und Mosel spitzt sich zu. Die Schifffahrt ist bereits stark eingeschränkt. Aber auch viele kleinere Flüsse in Hessen, Oberfranken und anderenorts im Westen können gefährlich werden. Grund ist auch der heftige Regen, den Orkantief "Burglind" mit sich brachte.

In Köln ist die Lage für Anwohner und Schifffahrt angespannt. Der Rheinpegel stand am Morgen bei etwa 6,80 Metern - und damit gut 60 Zentimeter über der Hochwassermarke I, bei der Schiffe auf einer 50 Kilometer langen Strecke langsamer fahren müssen. Im Laufe des Tages könnte der Wasserstand 7,00 Meter erreichen, am Samstag laut Meldezentrum knapp 8,00 Meter.

Bei einem Pegelstand über 8,30 Metern in Köln müsste der Schiffsverkehr komplett gestoppt werden.

Hochwassergefahr nach Wintersturm "Burglind"
tagesschau 14:00 Uhr, 04.01.2018, Marion Kerstholt, WDR

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Mosel-Schifffahrt eingestellt

Auf der gesamten Mosel ist die Schifffahrt jetzt schon eingestellt worden. Die letzten Abschnitte bei Koblenz und Lehmen wurden vergangene Nacht geschlossen.

Im Bereich des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Trier war die Schifffahrt schon gestern eingestellt worden. In Trier dürfen Schiffe ab einem Pegelstand von 6,95 Metern nicht mehr fahren. Das sind rund vier Meter mehr als normal.

Im Süden vielerorts Probleme

In Hessen müssen vor allem Anwohner entlang von Lahn und Fulda damit rechnen, dass das Wasser über die Ufer treten kann. Das geht aus Daten des Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie hervor.

Auch in Nordbayern droht Hochwasser. In Mainleus im Landkreis Kulmbach erreichte der Main in der Nacht zum Donnerstag die zweithöchste Meldestufe 3, in Fürth am Berg überschwemmte laut Hochwassernachrichtendienst Bayern die Steinach einzelne Grundstücke und Keller. Auch in anderen Teilen Frankens traten Flüsse über die Ufer und setzten erste Grundstücke und Felder unter Wasser. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor allem in Süd- und Ostbayern vor Starkregen und weiterem Tauwetter.

In Baden-Württemberg sperrten die Behörden den Neckar zwischen Mannheim und Heilbronn bis auf Weiteres für die Schifffahrt. "Das Hochwasser ist nicht dramatisch, hat aber Auswirkungen", sagte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts in Heidelberg. Auf dem Rhein wurde die Strecke bis in den Bereich Karlsruhe-Maxau für kleinere Schiffe gesperrt.

Über dieses Thema berichtete am 04. Januar 2018 die tagesschau um 02:21 Uhr, NDR Info um 07:45 Uhr und die tagesschau um 12:00 Uhr auf tagesschau24.

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