Eine Maschine der Luftwaffe mit den sterblichen Überresten der Todesopfer von Istanbul an Bord landet in Berlin-Tegel. | Bildquelle: REUTERS

Nach Anschlag von Istanbul Todesopfer nach Berlin überführt

Stand: 16.01.2016 18:04 Uhr

Die zehn deutschen Todesopfer des Terroranschlags von Istanbul sind in die Heimat übergeführt worden. Ein Transportflugzeug der Luftwaffe landete mit ihren sterblichen Überresten an Bord in Berlin. Nach einem Medienbericht sollen sie hier obduziert werden.

Vier Tage nach dem Anschlag in Istanbul sind die zehn deutschen Todesopfer nach Deutschland gebracht worden. Ein Airbus der Luftwaffe landete mit den sterblichen Überresten an Bord auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel. Die Leichen der deutschen Todesopfer sollen Medienberichten zufolge in Deutschland obduziert werden.

Bei dem Anschlag in der türkischen Metropole hatte ein Selbstmordattentäter am Dienstag zehn Deutsche mit in den Tod gerissen. Sieben weitere Deutsche wurden verletzt. Die Türkei machte die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) für den Anschlag verantwortlich.

Särge der Todesopfer aus Istanbul treffen in Berlin ein
tagesschau 20:00 Uhr, 16.01.2016

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BKA geht von IS-Tat aus

Auch das Bundeskriminalamt (BKA) geht inzwischen davon aus, dass der Anschlag auf den IS zurückgeht. "Es gibt zwar kein Bekennerschreiben, aber Hinweise auf einen IS-Bezug des Attentäters", sagte der BKA-Präsident Holger Münch der "Bild am Sonntag". Jetzt gehe es darum herauszufinden, "ob es weitere Verbindungspersonen gibt und ob diese unter Kontrolle sind oder europaweit nach ihnen gefahndet werden muss".

Eine Verbindung des Täters nach Deutschland oder einen gezielten Anschlag auf deutsche Staatsbürger sieht das BKA nicht. "Es war ein gezielter Anschlag auf Touristen in der Türkei. Der Täter hat sich eine größere Reisegruppe ausgesucht, aber nach derzeitigen Erkenntnissen offenbar nicht gezielt eine deutsche", sagte Münch.

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