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Weißes Haus in Washington | Bildquelle: AFP

Wichtige Termine im Überblick Der lange Kampf ums Weiße Haus

Stand: 31.01.2016 12:26 Uhr

Gewählt wird der neue US-Präsident am 8. November. Doch bis dahin müssen in einem komplizierten Verfahren die Kandidaten gefunden werden. Der Startschuss für die Vorwahlen fällt in Iowa. Die nächsten Termine im Überblick.

18. bis 21. Juli: Parteitag der Republikaner in Cleveland, Ohio. Die sogenannte Convention gilt als Abschluss des Vorwahlprozesses. Die Zahl der Vertreter, die jeder Staat zum Wahlparteitag entsenden darf, hängt vor allem von seiner Bevölkerungsstärke ab. Die meisten Delegierten sind in ihrem Abstimmungsverhalten an die Vorwahlergebnisse aus ihrem Heimatstaat gebunden. Bei den Republikanern kommen knapp 2500 Delegierte zur Convention zusammen.

25. bis 28. Juli: Der Nominierungsparteitag der Demokraten, zu dem sich gut 4700 Delegierte versammeln, findet in Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania statt. Meist steht der Kandidat vor den jeweiligen Treffen schon fest, weswegen diese Parteitage den Ruf haben, nur noch reine Show-Veranstaltungen zu sein. Sollte sich allerdings kein Bewerber eine Mehrheit gesichert haben, würden die Delegierten hier den Kandidaten bestimmen.

Primary und Caucus

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Vorwahlen: Im Primary-System können Bürger einen Tag lang in einem öffentlichen Wahllokal ihre Stimme abgeben. Dieser Modus gilt in der Mehrheit der Bundesstaaten. Den ersten Primary hält New Hampshire am 9. Februar ab. In manchen Staaten dürfen nur registrierte Parteimitglieder teilnehmen, in anderen sind die Vorwahlen offen für alle.

Der Caucus ist dagegen eine Parteiversammlung, bei der sich Mitglieder auf Ortsebene persönlich zur Diskussion treffen und danach abstimmen. Im ersten Vorwahl-Staat Iowa gilt am 1. Februar traditionell das Caucus-System. Die genauen Regeln legt jede Landespartei selbst fest.

Entscheidende Wochen des Wahlkampfs

26. September: Erste Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in Dayton, Ohio. Im Herbst liegen die entscheidenden Wochen des Wahlkampfes. Fast täglich erscheinen neue Umfrageergebnisse, mit denen Republikaner und Demokraten ihre Chancen abschätzen können.

4. Oktober: Fernsehdebatte der Kandidaten für das Amt des Vize-Präsidenten in Farmville, Virginia

9. Oktober: Zweite Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in St. Louis, Missouri

19. Oktober: Dritte Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in Las Vegas, Nevada

8. November: Wahltag. Landesweite Abstimmung über den Präsidenten, das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats; dazu Landeswahlen und Volksabstimmungen in zahlreichen Bundesstaaten und Kommunen.

Trump landet in Iowa | Bildquelle: AFP
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Zum Vorwahlkampf in Iowa erschien der Republikaner Donald Trump im Privatjet.

Gekürt wird das Staatsoberhaupt der USA nicht nach Prozentanteilen, sondern nach Wahlmännerstimmen, welche die Kandidaten in den einzelnen Bundesstaaten erringen müssen. Wie viele Stimmen ein Staat im "Electoral College" zu vergeben hat, hängt von seiner Bevölkerungsstärke ab. Am Ende muss der Sieger 270 der insgesamt 538 Wahlmännerstimmen auf sich vereinen. In fast allen Bundesstaaten gilt die Regel, dass der dortige Sieger alle Wahlmänner zugeteilt bekommt.

Der Großteil der Staaten neigt traditionell entweder klar den Demokraten oder den Republikanern zu. Die Entscheidung fällt damit praktisch in wenigen Schlüsselstaaten mit wechselnden Mehrheiten, den "Swing States". Im Dezember wählt das "Electoral College" formell den nächsten Präsidenten, der am 20. Januar 2017 auf den Stufen des Kapitols in Washington vereidigt wird.

20. Januar 2017: Vereidigung des neuen US-Präsidenten

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