Interpol zeigt Bilder der beiden Iraner, die sich in der vermissten malaysischen Boeing berfunden haben sollen, 11.03.2014 | Bildquelle: AP

Vermisstes Flugzeug der Malaysia Airlines Interpol glaubt nicht an Terrorakt

Stand: 11.03.2014 15:04 Uhr

Interpol glaubt nicht, dass die vermisste Malaysia-Airlines-Maschine in die Hände von Terroristen geraten ist. "Je mehr Informationen wir bekommen, desto weniger gehen wir davon aus", sagte der Chef der internationalen Polizeibehörde, Ronald Noble.

Interpol veröffentlichte ein Foto von zwei Iranern, die an Bord des vermissten Passagierflugzeugs gewesen sein sollen. Die beiden seien mit ihren iranischen Pässen nach Malaysia gereist und dann offenbar mit den gestohlenen Ausweisen eines Italieners und eines Österreichers in die Maschine nach Peking eingestiegen, so Noble.

Die Suche nach der Boeing geht weiter
U. Schmidt, ARD Singapur
11.03.2014 07:11 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Asyl statt Terror

Interpol zufolge ist einer der Iraner 19 Jahre alt, der andere 29. Der 19-Jährige wollte nach Angaben der malaysischen Polizei offenbar in Deutschland Asyl beantragen. Da mache ein terroristisches Motiv weniger wahrscheinlich, so Noble.

Der malaysische Polizeichef Khalid Abu Bakar hatte zuvor ebenfalls betont, er glaube nicht, dass der 19-Jährige "zu irgendeiner Terrorgruppe" gehöre. "Wir glauben, dass er nach Deutschland auswandern wollte." Die Mutter des Mannes lebe in Frankfurt am Main. "Sie erwartete ihn dort."

Spekulationen über Flugroute

Unterdessen gibt es Hinweise, dass die Maschine über die Straße von Malakka geflogen sein könnte. Die Maschine habe ihren Kurs geändert und die Flughöhe verringert, nachdem sie die Stadt Kota Bharu an der Ostküste überflogen habe, sagte ein Vertreter des malaysischen Militärs der Nachrichtenagentur Reuters.

Die malaysische Zeitung "Berita Harian" zitierte Luftwaffenchef Rodzali Daud mit den Worten, die Maschine sei am Samstag um 02.40 Uhr nahe der Insel Pulau Perak am nördlichen Ende der Straße von Malakka in 9000 Metern Höhe auf dem Militärradar aufgetaucht. Das wäre gut eine Stunde nachdem das Flugzeug vom Radar der zivilen Flugsicherung verschwand.

Karte: Vermeintlicher Kurs der Maschine von Malaysian Airways
galerie

Hat die Maschine ihren Kurs geändert? Radaraufzeichnungen weisen daraufhin.

Kehrten die Piloten doch um?

Die vielbefahrene Schifffahrtsstraße liegt westlich der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur in entgegengesetzter Richtung der Flugroute nach Peking. Malaysia Airlines hatte dagegen am Samstag erklärt, die Maschine habe zuletzt vor der Stadt Kota Bharu an der Ostküste Malaysias Kontakt mit der zivilen Luftüberwachung gehabt. Sollte das Flugzeug über der Straße von Malakka auf dem Radar aufgetaucht sein, spräche das für die These, dass die Piloten umgekehrt sind.

Die Boeing war am Samstag von den Radarschirmen verschwunden. Das Flugzeug befand sich mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Die Suche nach Trümmern konzentriert sich bislang auf die Ostküste Malaysias und das dort beginnende Seegebiet.

Viele Fragezeichen bei der Suche nach der Boeing
ARD-Morgenmagazin, 11.03.2014, Norbert Lübbers, ARD Singapur

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Darstellung: