Deutscher Posten in der EU-Kommission CDU nominiert Oettinger

Stand: 23.06.2014 11:49 Uhr

Der bisherige Energiekommissar Günther Oettinger soll nach dem Willen der CDU auch der neuen EU-Kommission angehören. Das Präsidium der Partei kürte ihn nach Angaben des stellvertretende Parteivorsitzenden Thomas Strobl einstimmig zum deutschen Kandidaten für das EU-Spitzengremium.

Günther Oettinger | Bildquelle: dpa
galerie

Günther Oettinger soll weiter in Brüssel bleiben.

Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident werde aber nicht zwingend wieder für den Energiesektor zuständig werden, sagte Strobl. Die Verteilung der Ressorts nimmt der EU-Kommissionspräsident vor.

"Erste Wahl"

Oettinger sei mit seiner Kompetenz und Erfahrung "erste Wahl" für die wichtige Aufgabe in der EU-Kommission, erklärte der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, Herbert Reul. Er erwarte, dass Oettinger in der kommenden Amtsperiode ein Kernressort besetzen werde, "in dem er die Wettbewerbsfähigkeit der EU entscheidend mitgestalten kann".

In der vergangenen Woche hatte die große Koalition den Streit über den deutschen Kommissarsposten beigelegt. SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte den Anspruch auf ein Amt in der EU-Kommission für seinen Parteifreund Martin Schulz aufgegeben und der Union das Vorschlagsrecht für den deutschen Kommissar überlassen. Im Gegenzug forderte er von der Union Unterstützung für Schulz, der den Vorsitz des Europaparlaments übernehmen soll. Dies sagte Kanzlerin Angela Merkel zu.

Oettinger soll EU-Kommissar bleiben
J. Mayr, ARD Brüssel
23.06.2014 14:23 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 23. Juni 2014 um 17:00 Uhr.

Darstellung: