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[Bildunterschrift: Der Hurrikan "Katrina" auf einem Satellitenbild ]
Hurrikans sind in den vergangenen Jahrzehnten zerstörerischer geworden. Das ist das Ergebnis einer Studie des US-Forschers Kerry Emanuel. Verantwortlich für die größere Energie der Hurrikans seien vermutlich die steigenden Wassertemperaturen, so der Wissenschaftler des Institute of Technology im Wissenschaftsmagazin "Nature".
Über fünfzig Jahre hinweg wertete Emanuel Daten tropischer Wirbelstürme aus. Das Ergebnis seiner Studien: Sowohl Dauer als auch Windgeschwindigkeit der Hurrikans nahmen in dieser Zeit um etwa die Hälfte zu.
Parallel dazu stellte der Wissenschaftler steigende Durchschnittstemperaturen an der Oberfläche der tropischen Meere fest. "Das deutet darauf hin, dass diese Erwärmung verantwortlich ist für die stärkere Kraft des Hurrikans", schrieb Emanuel in "Nature". Mindestens 27 Grad muss die Wasseroberfläche warm sein, damit ein Hurrikan entstehen kann.
Die Feststellung Emanuels deckt sich mit der Aussage seines deutschen Kollegen Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe. "Die Meersoberflächentemperatur in der Karibik hat besonders in den vergangenen drei Jahrzehnten zugenommen", so der Professor am Potsdam-Institut für Klimafolgeforschung. Gerstengarbe geht noch einen Schritt weiter als Emanuel: "Deshalb kann man erwarten, dass die Häufigkeit der Hurrikans zunimmt."
Ob "Katrina" ein Produkt des Klimawandels ist, darüber lässt sich bisher nur spekulieren. "Man kann bei solchen Einzelereignissen nicht feststellen, ob sie vom Klimawandel verursacht werden", sagte Gerstengarbe. "Aber wir haben eine Klimaveränderung - das steht fest." Da die Küsten immer dichter besiedelt werden, könnten tropische Wirbelstürme in Zukunft noch mehr Tote und Verletzte fordern, warnte Emanuel.
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