Eisschollen an der deutsch-polnischen Grenze in Frankfturt/Oder. | Bildquelle: AP

Bis zu minus 20 Grad 21 Kältetote am Wochenende in Polen

Stand: 04.01.2016 14:42 Uhr

Der plötzliche Kälteeinbruch macht Europa zu schaffen. Am Wochenende erfroren alleine in Polen 21 Menschen bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Auch in Deutschland starben in diesem Winter nach Informationen von tagesschau.de bereits mehrere Menschen.

Bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius sind am vergangenen Wochenende in Polen 21 Menschen erfroren. Seit der Silvesternacht starben insgesamt 26 Menschen an den Folgen der eisigen Kälte, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Sie rief dazu auf, nicht gleichgültig zu reagieren, wenn obdachlose oder alkoholisierte Menschen in Hauseingängen, Gartenanlagen oder Bushaltestellen einschliefen und zu erfrieren drohten. Auch Nachbarschaftshilfe für alte und gebrechliche Menschen sei verstärkt gefragt.

Wie schon im Vorjahr hat es in Polen einen plötzlichen Kälteeinbruch gegeben - noch in der vergangenen Woche war das Wetter für die Jahreszeit ausgesprochen mild. Im vergangenen Winter hatten 77 Polen den plötzlichen Kälteeinbruch nicht überlebt.

Mindestens drei Kältetote in Deutschland

Auch in Deutschland sind die Temperaturen inzwischen vielerorts deutlich unter dem Gefrierpunkt gesunken, was insbesondere zur Gefahr für Menschen ohne Zuhause wird. Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe starben im vergangen Monat bereits mindestens drei Obdachlose in der Kälte - in Hamburg, in Eisleben in Sachsen-Anhalt und im baden-württembergischen Appenweier.

Die Zahlen des Vereins, die tagesschau.de vorliegen, gehen auf eine systematische Auswertung von Medienberichten zurück. Eine offizielle Bestätigung der Todesursachen steht noch aus - jedoch legen die ausgewerteten Informationen ein Erfrieren nahe. Aufseiten der Behörden gibt es nach Angaben des Bundes keine tagesaktuelle, bundesweite Statistik über Kältetote.

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