Iranisches Atomkraftwerk Buschehr: Das Atomabkommen kann in Kraft treten | Bildquelle: dpa

Uran abtransportiert Iran erfüllt Bedingung des Atomabkommens

Stand: 28.12.2015 21:26 Uhr

Der Iran hat einen Großteil seines niedrig angereicherten Urans in Richtung Russland abtransportiert. Das bestätigten US-Außenminister Kerry und ein russischer Diplomat. Der Iran erfüllt damit eine Forderung des Atomabkommens und eine Voraussetzung zur Aussetzung der Sanktionen.

Der Iran hat eine der wichtigsten Forderungen im Rahmen des Atomabkommens vom 14. Juli erfüllt. Wie vereinbart verschiffte der Iran einen Großteil seines niedrig angereicherten Urans nach Russland. Das bestätigten ein russischer Diplomat und US-Außenminister John Kerry. Kerry lobte den Iran, der Abtransport des Materials sei ein bedeutender Schritt hin zur Einhaltung seiner Zusagen.

Dem Atomabkommen zufolge darf der Iran nur 300 Kilogramm von fast neun Tonnen niedrig angereicherten Urans behalten. Im Gegenzug wird der Iran 137 Tonnen "Yellowcake" aus Russland einführen. Das Gemisch aus Uranverbindungen ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Brennelementen.

Niedrig angereichertes Uran kann weiter angereichert und dann für nukleare Sprengköpfe verwendet werden. Der Abtransport des angereicherten Urans war neben der Reduzierung der Anzahl der Zentrifugen eine der wichtigsten Verpflichtungen des Iran im Atomabkommen vom 14. Juli, das die EU zwischen der iranischen Regierung und den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates sowie Deutschland ausgehandelt hatte.

Im Gegenzug ist die Aussetzung der Sanktionen der EU und der USA vorgesehen. Diese sollen aufgehoben werden, sobald die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) die Umsetzung der von Teheran verlangten Maßnahmen bestätigt hat.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. Dezember 2015 um 09:00 Uhr.

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