Hintergrund

Polizisten vor dem Louvre in Paris | Bildquelle: AFP

Terror in Frankreich Sicherheitskräfte als Anschlagsziel

Stand: 21.04.2017 01:27 Uhr

In Frankreich werden immer wieder Sicherheitskräfte von mutmaßlichen Islamisten angegriffen: beim Anschlag auf "Charlie Hebdo", der Louvre-Attacke oder am Flughafen Orly. tagesschau.de gibt eine Übersicht über die Angriffe.

März 2012: Der Islamist Mohamed Merah ermordet bei zwei Attacken in Toulouse und Montauban in Südfrankreich drei Soldaten. Einige Tage später tötet er vor einer jüdischen Schule drei Kinder und einen Lehrer. Merah wird später von Polizisten erschossen.

25. Mai 2013: Bei einer Patrouille im Pariser Geschäftsviertel La Défense wird ein Soldat von einem Konvertiten angegriffen und mit einem Teppichmesser verletzt. Der einige Tage später festgenommene Angreifer gibt an, im Namen seiner religiösen Ideologie gehandelt zu haben. Er wird aber als nicht schuldfähig eingestuft und in die Psychiatrie eingewiesen.

8. Januar 2015: Einen Tag nach dem Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" erschießt der Islamist Amédy Coulibaly - ein Komplize der "Charlie Hebdo"-Angreifer - im Pariser Vorort Montrouge eine unbewaffnete Gemeindepolizistin. Am folgenden Tag tötet er bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt vier Menschen, bevor er von Elitepolizisten erschossen wird.

3. Februar 2015: Ein mit einem Messer bewaffneter Mann greift im südfranzösischen Nizza drei Soldaten an, die vor einem jüdischen Gemeindezentrum Wache stehen. In Verhören bringt er seinen Hass gegen Frankreich, Soldaten und Juden zum Ausdruck.

7. Januar 2016: Am Jahrestag des Anschlags auf "Charlie Hebdo" greift ein mit einem Metzgerbeil bewaffneter Mann ein Polizeirevier in Paris an und wird erschossen. Er trägt ein Schreiben bei sich, in dem er der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) die Treue schwört.

13. Juni 2016: Wenige Tage nach Beginn der Fußball-EM in Frankreich ersticht ein Islamist im nahe Paris gelegenen Magnanville einen Polizisten und dessen Lebensgefährtin. In einem Video bekennt der später erschossene Angreifer sich zum IS.

3. Februar 2017: Mit einer Machete attackiert ein Mann in der Nähe des Pariser Louvre-Museums eine Militärpatrouille. Ein Soldat wird leicht verletzt, ein anderer Soldat verletzt den Angreifer durch Schüsse schwer.

18. März 2017: Der mehrfach vorbestrafte Franzose Ziyed Ben Belgacem greift auf dem Flughafen Orly bei Paris eine Soldatenpatrouille an. Er attackiert im Süd-Terminal eine Soldatin, hält ihr einen Schrotrevolver an die Schläfe und bedroht auch zwei andere Soldaten. Die anderen Soldaten feuern auf den 39-Jährigen, als sie freie Schussbahn haben. Er rief nach Angaben der Staatanwaltschaft, er wolle für "Allah" sterben, bevor er erschossen wurde.

Quelle: AFP

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 20. April 2017 um 22:15 Uhr.

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