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[Bildunterschrift: Den Posten der EU-Kommissarin wird Schelewa nicht mehr übernehmen. ]
Bulgarien hat seine Kandidatin für die EU-Kommission, Außenministerin Rumjana Schelewa, zurückgezogen. Es sei klar geworden, dass der für die Anhörung Schelewas federführende Entwicklungsausschuss im Europäischen Parlament gegen die Bulgarin stimmen würde.
Schelewa war im Europäischen Parlament auf massive Kritik gestoßen, weil sie Angaben zu Nebentätigkeiten währen ihrer Zeit als Europaabgeordnete und jetzt wieder verschwiegen haben soll. Zudem halten sich die Gerüchte, dass Schelewas Ehemann in Mafia-Geschäfte verstrickt sein soll. Auch die fachliche Eignung der 40-jährigen, die als Kommissarin für Humanitäre Hilfe vorgeschlagen war, war von Sozialisten und Grünen im Europaparlament in Zweifel gezogen worden.
[Bildunterschrift: Kristalina Georgiewa wurde von der bulgarischen Regierung nachnominiert. ]
Der Fraktionschef der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) im Europaparlament, Joseph Daul, bedauerte die Entscheidung. Die Anschuldigungen gegen Schelewa seien falsch. Die Bulgarin sei Opfer eines "politischen Kleinkriegs" geworden. Kommisionspräsident José Manuel Barroso sagte, er habe die Entscheidung "zur Kenntnis" genommen. Bulgariens Regierungschef Bojko Borissow habe die bisherige Weltbank-Vizepräsidentin Kristalina Georgiewa als Nachfolgerin nominiert. Er wolle Georgiewa "so rasch wie möglich treffen", sagte Barroso. Kommissionsmitglieder können nur im Einvernehmen mit ihm ernannt werden.
Barroso will die Arbeit mit seinem neuen Team eigentlich am 1. Februar aufnehmen. Zuvor ist aber die Zustimmung des Plenums des Europaparlaments erforderlich. Die eigentlich für den 26. Januar vorgesehene Abstimmung soll nun verschoben werden.
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