Hintergrund

Die ausschlagende Nadel eines Seismographen

Hintergrund Wie entstehen Erdbeben und Tsunamis?

Stand: 08.09.2017 16:44 Uhr

Jährlich werden mehr als 50.000 Beben gemessen - den Großteil davon spüren Menschen nicht. Die Stärke der Erschütterungen wird am häufigsten in der Momenten-Magnituden-Skala gemessen. Starke Beben können Tsunamis auslösen, die Tausende Kilometer entfernt zu Schäden führen können.

Eine durch das Beben zerstörte Straße im Süden Chiles. | Bildquelle: AFP
galerie

Eine durch ein Erdbeben im Dezember 2016 zerstörte Straße im Süden Chiles.

Erdbeben sind Folge großer Spannungen in der Erdkruste. Diese führen schließlich zu einem Bruch im Gestein. Der explosionsartig folgende Spannungsabbau verläuft meist entlang bekannter Störungszonen und führt zu großräumigen Erschütterungen des Erdbodens. Der Ausgangsort eines Bebens, Hypozentrum genannt, kann direkt unter dem Erdboden liegen oder kilometerweit im Boden. Der Ort der stärksten Bewegungen wird Epizentrum genannt.

Beben treten vor allem in Regionen auf, die als tektonische Plattenränder bezeichnet werden. In diesen Gebieten reiben Kontinentalplatten aneinander und verhaken sind. Die aktivste dieser Zonen verläuft rund um den Pazifischen Ozean - dem sogenannten "Ring aus Feuer".

Messung mit Momenten-Magnituden-Skala

Die Stärke von Erdbeben wird in der Momenten-Magnituden-Skala ausgedrückt. Bei der Berechnung der Momentmagnitude steht nicht die bei einem Beben freigesetzte Energie im Mittelpunkt, sondern die Länge des Bruchs in der Erdkruste und die Stärke der Bodenbewegung. Jeder Punkt bedeutet dabei etwa eine Verzehnfachung der Bebenstärke. Ein Erdbeben der Magnitude 5,0 ist demnach zehnmal so stark wie eines mit 4,0. Für kleine bis mittelgroße Erdstöße sind die Werte der Momentmagnitude mit der inzwischen kaum noch verwendeten Richterskala vergleichbar. Die nach dem US-Seismologen Charles Richter benannte Berechnungsmethode gilt auch als veraltet, weil sie für sehr starke Beben unbrauchbar ist.

Weltweit treten jährlich etwa 50.000 Beben der Stärke 3 bis 4 auf. Etwa 800 haben die Stärken 5 oder 6 und ein Großbeben hat den Wert 8. Das heftigste bisher auf der Erde gemessene Beben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile. Erdbeben können je nach Dauer, Bodenbeschaffenheit und Bauweise unterschiedliche Auswirkungen haben.

Die zerstörische Kraft der "Welle im Hafen"

Der japanische Begriff Tsunami, der eigentlich "Welle im Hafen" bedeutet, wird weltweit für Flutwellen benutzt, die von Erdbeben, Erdrutschen und Vulkanen unter der Meeresoberfläche verursacht werden. Tsunamis bestehen aus einer Serie von Wellen, die weite Strecken zurücklegen können.

Auf hoher See sind Tsunamis oft nur 30 bis 80 Zentimeter hoch. Ihre zerstörerische Kraft erreichen sie im flachen Wasser, wo sie sich im Extremfall zu gigantischen Wellenbergen auftürmen können.

Hintergrund: Wie entsteht ein Tsunami? Erklärung am Beispiel Japan.
tagesthemen-extra, 22:30 Uhr, 11.03.2011, Andreas König

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Darstellung: