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[Bildunterschrift: Bei einem Beben am 22.12.2002 im Schwarzwald schlug der Seismograf bis 5,4 aus. ]
Erdbeben sind Folge großer Spannungen in der Erdkruste. Diese führen schließlich zu einem Bruch im Gestein. Der explosionsartig folgende Spannungsabbau verläuft meist entlang bekannter Störungszonen und führt zu großräumigen Erschütterungen des Erdbodens. Der Ausgangsort eines Bebens, Hypozentrum genannt, kann direkt unter dem Erdboden liegen oder kilometerweit im Boden. Der Ort der stärksten Bewegungen wird Epizentrum genannt.
Beben treten vor allem in Regionen auf, die als tektonische Plattenränder bezeichnet werden. In diesen Gebieten reiben Kontinentalplatten aneinander und verhaken sind. Die aktivste dieser Zonen verläuft rund um den Pazifischen Ozean - dem sogenannten "Ring aus Feuer".
Die Stärke von Erdbeben wird in der Momenten-Magnituden-Skala ausgedrückt. Bei der Berechnung der Momentmagnitude steht nicht die bei einem Beben freigesetzte Energie im Mittelpunkt, sondern die Länge des Bruchs in der Erdkruste und die Stärke der Bodenbewegung. Jeder Punkt bedeutet dabei etwa eine Verzehnfachung der Bebenstärke. Ein Erdbeben der Magnitude 5,0 ist demnach zehnmal so stark wie eines mit 4,0. Für kleine bis mittelgroße Erdstöße sind die Werte der Momentmagnitude mit der inzwischen kaum noch verwendeten Richterskala vergleichbar. Die nach dem US-Seismologen Charles Richter benannte Berechnungsmethode gilt auch als veraltet, weil sie für sehr starke Beben unbrauchbar ist.
Weltweit treten jährlich etwa 50.000 Beben der Stärke 3 bis 4 auf. Etwa 800 haben die Stärken 5 oder 6 und ein Großbeben hat den Wert 8. Das heftigste bisher auf der Erde gemessene Beben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile. Erdbeben können je nach Dauer, Bodenbeschaffenheit und Bauweise unterschiedliche Auswirkungen haben.
Der japanische Begriff Tsunami, der eigentlich "Welle im Hafen" bedeutet, wird weltweit für Flutwellen benutzt, die von Erdbeben, Erdrutschen und Vulkanen unter der Meeresoberfläche verursacht werden. Tsunamis bestehen aus einer Serie von Wellen, die weite Strecken zurücklegen können.
Auf hoher See sind Tsunamis oft nur 30 bis 80 Zentimeter hoch. Ihre zerstörerische Kraft erreichen sie im flachen Wasser, wo sie sich im Extremfall zu gigantischen Wellenbergen auftürmen können.
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