Bannon | Bildquelle: dpa

Aus für Trumps Chefstrategen Bannon verlässt Weißes Haus

Stand: 19.08.2017 01:16 Uhr

Die Zusammenarbeit von Donald Trump und seinem Chefstrategen Steve Bannon ist beendet - wohl in gegenseitigem Einvernehmen. Kaum ist das bekannt, kehrt Bannon an seinen angestammten Platz zurück: Er leitete am Abend eine Redaktionssitzung von Breitbart-News.

Donald Trump trennt sich von seinem umstrittenen Chefstrategen Steve Bannon. Der Stabschef des Präsidenten, John Kelly, und Bannon hätten sich darauf geeinigt, dass der Freitag der letzte Arbeitstag Bannons im Weißen Haus sein solle, heißt es in einer Mitteilung von Trumps Sprecherin Sarah Sanders. "Wir sind im dankbar für das Geleistete und wünschen ihm das Beste", heißt es in der Erklärung.

Trump trennt sich von seinem Chefstrategen Steve Bannon
tagesthemen 21:55 Uhr, 18.08.2017, Verena Bünten, ARD Washington

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Architekt der "America-First"-Strategie

Der 63-Jährige gilt als vehementer Vertreter der nationalistischen Wirtschaftspolitik des Präsidenten. Bannon war zudem seit geraumer Zeit in den Verdacht geraten, vertrauliche Details aus dem Weißen Haus an Medien weitergegeben zu haben. Zu seinen internen Widersachern gehören die moderateren und wirtschaftsliberalen Kräfte im Team um Trump, wie dessen Schwiegersohn Jared Kushner, Wirtschaftsberater Gary Cohn und Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster.

Bannon gilt gemeinsam mit Stephen Miller als Architekt der "America-First"-Strategie Donald Trumps. Der Mitgründer der erzkonservativen Internet-Plattform Breitbart war vor Beginn der Endphase des Wahlkampfs 2016 zum Team-Trump gestoßen. Ihm wird ein maßgeblicher Anteil am Wahlsieg Trumps zugeschrieben.

Back to Breitbart

Lange war Bannon aber nicht ohne Job nach seinem Abgang aus dem Weißen Haus: Kaum ist diese Nachricht in der Welt, ist er zu seiner populistischen Webseite Breitbart News zurückgekehrt. Die ultrakonservative Nachrichtenseite teilte mit, Bannon habe am Abend eine Sitzung der Redaktion geleitet.

"Die populistisch-nationalistische Bewegung ist heute deutlich stärker geworden", erklärte Chefredakteur Alex Marlow. Zuvor hatte ein hochrangiger Redakteur des Mediums das Hashtag «#WAR» (#Krieg) getwittert, nachdem bekannt wurde, dass Bannon das Weiße Haus verlassen werde. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte er Breitbart News verlassen, als er sich Trumps Wahlkampfteam anschloss.

Bannon selbst will sich nach eigener Aussage weiter für Trump stark machen. Er werde "für Trump und seine Widersacher in den Krieg ziehen", sagte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg.

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