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Ägyptens ungewisse Zukunft
Mit Massenprotesten im ganzen Land zwang das ägyptische Volk Präsident Mubarak im Februar 2011 zum Rücktritt. Das Militär übernahm die Macht und hielt zum Jahresende Parlamentswahlen ab. Dort haben islamische Kräfte die Mehrheit. Den Kurs des Landes bestimmen aber weiterhin die Generäle. Für viele Ägypter ist die Revolution deshalb noch nicht zu Ende. tagesschau.de hat Hintergründe und Porträts zusammengestellt.
"Partei des Lichts"
Im neuen ägyptischen Parlament sitzen mehrheitlich Islamisten. Die Muslim-Brüder geben sich gemäßigt. Aber die zweitgrößte Fraktion, die Nour-Partei, ist von einem anderen Schlag: Sie will die Religion im Alltagsleben verankern. Klare Konzepte bleibt die Partei aber schuldig. Von Björn Blaschke. [23.01.2012]
Endergebnis der Wahl in Ägypten
Nun ist es offiziell: Islamistische Parteien haben die Parlamentswahl in Ägypten gewonnen. Der politische Arm der Muslimbruderschaft erreichte 47 Prozent, die Partei der radikal-islamischen Salafisten 24 Prozent. Doch über die Regierung entscheidet weiter das Militär - nicht das Parlament. Von Björn Blaschke. [21.01.2012]
Feldmarschall Tantawi - Chef des ägyptischen Militärrats
Er ist derzeit der starke Mann in Ägypten: Feldmarschall Tantawi. Der 76-Jährige ist Chef des mächtigen Militärrats. 20 Jahre diente er unter Präsident Mubarak. Als die Proteste gegen Mubarak zunahmen, wandte er sich von ihm ab - und bestätigte damit seinen Ruf als Pragmatiker. Ein Kurzporträt. [22.11.2011]
Rücktritt der Übergangsregierung
Ägyptens Übergangsregierung hat angesichts der anhaltenden Demonstrationen in Kairo das Handtuch geworfen. Sie reichte beim Militärrat ihren Rücktritt ein. Den Demonstranten, die weiter auf dem Tahrir-Platz ausharren, dürfte das aber nicht genügen. Und ob die Generäle das Gesuch annehmen, ist ungewiss. Von Björn Blaschke. [22.11.2011]
Bauern im ägyptischen Niltal vor der Wahl
Aktivisten der Demokratiebewegung in Ägypten versuchen, vor der Parlamentswahl Dorfbewohner im Niltal für sich zu gewinnen. Doch an vielen Bauern scheint der Wahlkampf vorüberzugehen. Für sie reicht das Versprechen von Freiheit und Demokratie nicht aus. Dabei wird die Wahl auf dem Land entschieden. Eine Reportage von Martin Durm. [20.11.2011]
Islamisches Opferfest in Ägypten
Die Euphorie des arabischen Frühlings ist in Ägypten der Ernüchterung gewichen: Fortschritte bei der Demokratisierung gibt es kaum, das Militär zeigt keine Anzeichen dafür, dass es die Macht abgeben will. Zum islamischen Opferfest leidet das Land an postrevolutionärer Depression. Von Martin Durm. [07.11.2011]
Neues ägyptisches Kabinett vorgestellt
Lange hat es gedauert - und der abschließende Kompromiss dürfte Ägyptens Demokratiebewegung ernüchtern: Premier Scharraf hat sein neues Kabinett vorgestellt. 14 neue Minister gibt es - die Schlüsselpositionen besetzen aber weiter die Favoriten der Militärs. Jürgen Stryjak berichtet. [21.07.2011]
Volksabstimmung in Ägypten
Einen Monat nach dem Sturz von Staatschef Mubarak stimmen die Ägypter für Änderungen in der Verfassung des Landes. Beim Volksentscheid über Verfassungsänderungen hat es nach Angaben der Wahlkommission 77 Prozent Ja-Stimmen gegeben. Die Walbeteiligung lag bei 41 Prozent. [19.03.2011]
Nach einem Monat im Amt
Der ägyptische Ministerpräsident Schafik hat sich nun doch dem Druck der Demokratiebewegung gebeugt und ist zurückgetreten. Der frühere Luftwaffengeneral war Ende Januar vom damaligen Präsidenten Mubarak ernannt worden. Nun soll Ex-Verkehrsminister Scharaf eine neue Regierung bilden. [03.03.2011]
Interview zur Opposition in Ägypten
Inwiefern ist das Militär in Ägypten bereit, Macht abzugeben? Von dieser Frage hängt die Demokratisierung ab, meint Politikwissenschaftler Holger Albrecht im Interview mit tagesschau.de. Von schnellen Wahlen würde am ehesten die Muslimbruderschaft profitieren, sie sei am besten organisiert. [16.02.2011]
Demokratischer Wandel in Nordafrika
Der Weg Ägyptens zur Demokratie ist weit - zumal die Bedingungen für einen demokratischen Wandel nicht günstig sind, sagt der Politologe Merkel gegenüber tagesschau.de. Von einer Demokratisierungswelle in Nordafrika mag er nicht sprechen: "Zwei Schwalben machen noch keinen Frühling." [14.02.2011]
Erfolg der Massenproteste in Ägypten
Es herrschte unbeschreiblicher Jubel auf dem Tahrir-Platz, als die Nachricht die Runde machte: Präsident Mubarak ist zurückgetreten. Das teilte Vizepräsident Suleiman mit. Ein Militärrat übernimmt die Amtsgeschäfte. Mubarak beugte sich dem Druck der Protestbewegung. [11.02.2011]
ARD-Korrespondent über Rücktritt
"Wir hören gerade einen unbeschreiblichen Jubel, es scheint etwas Besonderes passiert zu sein." ARD-Korrespondent Armbruster war in der Tagesschau um fünf gerade live auf Sendung, als die Meldung vom Rücktritt Mubaraks eintraf. Wenig später konnte Armbruster bestätigen: Er ist zurückgetreten. [video]
Hosni Mubarak im Porträt
Ein Staatsdiener, der sein Land liebt und alles für dessen Wohlstand tut - so sieht Ägyptens Präsident Hosni Mubarak sich selber. Die Mehrheit seiner Landsleute teilt diese Ansicht jedoch nicht. Sie gehen auf die Straßen, um ihren Präsidenten zu stürzen. Esther Saoub beschreibt das Bild des schwankenden Staatsoberhaupts. [mehr]
Multimediale Chronik zu Ägypten
In 18 Tagen haben die Ägypter ihr Land verändert. Zuerst gehen wenige Mutige auf die Straße, schließlich äußern Millionen ihren Unmut über das System Mubarak. Auch Tränengas, Brandsätze und berittene Schläger können sie nicht stoppen. Am Ende muss der Präsident gehen. Ein Überblick. [chronik]