Streik in US-Filmbranche - Barbie und Ken kommen nicht zur Berlin-Premiere

Fr 14.07.23 | 14:13 Uhr
  10
Ryan Gosling und Margot Robbie stehen bei der Barbie-Premiere in London auf dem pinken Teppich (Quelle: imago images/Avalon/James Warren).
Audio: radioeins | 14.07.2023 | Nachrichten | Bild: imago images/Avalon/James Warren

Wegen des Schauspielerstreiks in den USA werden die Hauptdarsteller des "Barbie"-Films Ryan Gosling und Margot Robbie nicht zur Deutschlandpremiere nach Berlin kommen. Das teilte die zuständige PR-Agentur am Freitag der Deutschen Presse-Agentur (DPA) mit.

Der 42-jährige Schauspieler und seine 33 Jahre alte Kollegin waren für diesen Samstag auf dem Roten Teppich und zu einer Pressekonferenz in Berlin erwartet worden. Der Pressetermin am Nachmittag entfalle, die Premiere im Berlinale-Palast soll laut Agentur dennoch stattfinden - allerdings ohne die zwei Protagonisten.

Neben Robbie und Gosling, die in dem Realfilm um die beliebte Spielzeugpuppe Barbie und Ken spielen, sollten auch ihre Kolleginnen und Kollegen America Ferrera, Issa Rae und Simu Liu nach Berlin kommen. Der Film startet am Donnerstag in den deutschen Kinos.

Deutsche Branche solidarisiert sich

Die US-Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA hatte zuvor zum Streik aufgerufen, der offiziell am Freitag um 00.01 Uhr Ortszeit in Los Angeles (09.01 MESZ) begann. Die Darsteller fordern unter anderem eine bessere Vergütung und die Regelung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz in der Branche. Bereits seit Anfang Mai protestieren Drehbuchautorinnen und -autoren in Los Angeles, New York und anderen US-Städten für bessere Löhne. Dadurch können derzeit kaum noch Filme produziert werden.

Der deutsche Bundesverband Schauspiel unterstützt den Schauspielerstreik. "Von uns bekommen sie volle Solidarität. In der deutschen Branche haben wir dieselben Probleme", sagte das Vorstandsmitglied Hans-Werner Meyer der DPA am Freitag. Die Lage sei in der deutschen Schauspielbranche jedoch noch nicht so zugespitzt. Derzeit gebe es noch auf allen Ebenen Verhandlungen. "Wir sind noch nicht an dem Punkt, dass wir streiken müssten." Der Verband vertritt nach eigenen Angaben die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland.

Sendung: Radioeins, 14.07.2023, 13 Uhr

10 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 10.

    Schade irgendwie. Finde beide sympathisch.
    Schau mir den Film auf jeden Fall nächste Woche an.
    Die meisten "normalen" US-Schauspieler verdienen zu wenig und haben keine dauerhaft gesicherten Einkommensverhältnisse.

  2. 9.

    Wenn Sie auf die Millionen schweren Oskar-Schauspieler schauen… die streiken nicht. Es streiken die vielen tausend kleinen Schauspieler, die allabendlich die Soups und sonstige Kurzserien bespielen. Zudem sind in dieser Gewerkschaft auch viele Berufsgruppen hinter der Kamera organisiert. Die fette Kohle im Filmgeschäft und TV Produktionen machen die Produzenten, die Studios und paar teure bekannte Top-Schauspieler.

  3. 8.

    Barbie und Ken nicht in Berlin?
    Holt die Kinder rein, vetrammelt das Haus, ruft die Kavallerie!
    Der Arbeitskampf ist die Schlagzeile. Wer da fern bleibt, oder nicht, ist Beiwerk.

  4. 7.

    Nur 13% aller in SAG-AFTRA organisierten Schauspieler verdienen mehr als 26.000 $ im Jahr. Millionäre sind vielleicht 1%.
    Wichtig ist allerdings, dass auch diese A-Lister sich solidarisch zeigen - es interessiert die Studios nicht, ob irgendein Background Actor im Streik ist, wenn eine Margot Robbie oder Cillian Murphy die Arbeit niederlegen schon.

  5. 6.

    Hollywood Schauspieler protestieren für bessere Löhne. Was ist mit dieser Welt nicht in Ordnung?

  6. 5.

    Na was für ein Verlust aber auch.

  7. 4.

    Die wenigsten Schauspieler sind Millionäre, auch in Hollywood. Nur das die Millionäre unter dem Schauspielern eben solidarisch mit den anderen streiken

  8. 3.

    Auch wenn's schwer fällt, wir werden es verkraften ;)

  9. 2.

    Dass Stimmen von Schauspielern nicht einfach so für KI eingesetzt werden, da kann ich den Protest nachvollziehen. Wenn Millionäre eine bessere Bezahlung für sich fordern, wird es allerdings lächerlich.

  10. 1.

    US-Schauspieler streiken für bessere Vergütung…
    Ich lach mich schlapp!

Nächster Artikel