Berlin Nach Tod einer Fünfjährigen in Berlin-Pankow ist ein 19-Jähriger angeklagt

Stand: 07.06.2023 10:37 Uhr

Nach dem gewaltsamen Tod einer Fünfjährigen in Berlin-Pankow im Februar dieses Jahres hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein 19-Jähriger das Kind erstochen hat. Er stand schon früh unter Verdacht.

Mehr als drei Monate nach dem gewaltsamen Tod eines fünfjährigen Mädchens in Berlin-Pankow hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 19-Jährigen erhoben. Das teilte ein Behördensprecher am Mittwoch mit. Die Anklage wirft ihm Totschlag vor.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der 19-Jährige das Kind erstochen hat. Er selbst habe sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert, hieß es. Das Motiv für die Tat sei nach wie vor unklar.

Polizeibeamte durchsuchen am 23.2.2023 den Bürgerpark in Pankow (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Gefundenes Messer ist Tatwaffe im Fall von getöteter Fünfjähriger

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Festnahme am 21. Februar

Der junge Mann war am 21. Februar am Rande des Pankower Bürgerparks festgenommen worden - kurze Zeit, nachdem das vermisst gemeldete Mädchen leblos in einem Gebüsch aufgefunden worden war. Der 19-Jährige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Es handelt sich um einen Freund der Familie des Opfers.

Am Tattag sollte der 19-Jährige laut Zeugen zwischenzeitlich auf das Mädchen und seine drei jüngeren Geschwister auf einem Spielplatz nahe dem Park aufpassen. Von dort sei er dann mit der Fünfjährigen weggegangen, angeblich weil das Kind zur Toilette musste. Etwas später sei der 19-Jährige allein zurückgekommen.

Hintergründe für Tat unklar

Laut Anklage soll er das Mädchen zunächst aus den Augen verloren und gesucht haben. Nachdem er das Kind wiedergefunden hatte, habe er es mutmaßlich durch mehrere Messerstiche getötet, so der Vorwurf. Das Mädchen starb im Krankenhaus.

Die Hintergründe der Tat sind bislang unbekannt. Zuletzt hatte die Staatsanwaltschaft Anfang März mitgeteilt, dass eine mögliche Tatwaffe gefunden worden sei. Es gebe keine auffindbaren Spuren, die auf ein sexuelles Motiv hindeuteten, hieß es. Daran hat sich laut
Staatsanwaltschaft bislang nichts geändert.

Sendung: rbb24 Inforadio, 07.06.2023, 10:40 Uhr