Sarah Palin

Palin verzichtet auf Nominierung für US-Präsidentschaftswahlen Gott und Familie statt Wahlkampf und Weißes Haus

Stand: 06.10.2011 03:03 Uhr

Die republikanische US-Politikerin Sarah Palin hat sich gegen eine Präsidentschaftskandidatur entschieden. In einem Brief an ihre Anhänger schrieb die ehemalige Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft, dass ihre Familie Vorrang habe. "Nach vielen Gebeten und ernsthaften Überlegungen habe ich entschieden, mich 2012 nicht um eine Nominierung der Republikanischen Partei für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten zu bemühen", heißt es in dem Schreiben der 47-Jährigen.

Sarah Palin

Zieht sich vom US-Präsidentenwahlkampf zurück: Sarah Palin (Archiv)

Seit Monaten wird spekuliert, ob sich die ehemalige Gouverneurin von Alaska und prominente Anhängerin der konservativen Tea-Party-Bewegung auch um die republikanische Kandidatur für die Wahl im November 2012 bemühen wird. Der Schritt, nicht zu kandidieren, war von vielen Republikanern erwartet worden - vor allem seitdem ihre Konkurrentin Michele Bachmann sich als Kandidatin der Tea-Party-Bewegung zunehmend profiliert.

Seit Monaten schlechte Umfragewerte

In Umfragen war Palin schon seit Monaten zurückgefallen. Es heißt, die strikt konservative Politikerin polarisiere die Amerikaner zu sehr. Als Favoriten im Lager der Republikaner gelten derzeit der Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, und der texanische Gouverneur Rick Perry.

Die Vorwahlen beginnen vermutlich Anfang Januar, die Präsidentenwahl ist am 6. November 2012. Der demokratische Amtsinhaber Barack Obama darf noch einmal antreten.