In Zypern stehen Bankkunden vor einem Geldautomaten.

Nach Einigung auf Rettungspaket Zyperns Banken bleiben doch geschlossen

Stand: 25.03.2013 23:15 Uhr

Trotz der Einigung auf ein milliardenschweres Rettungspaket für Zypern bleibt die Lage in dem kleinen Euro-Staat ungewiss. Die zyprische Zentralbank kündigte zunächst für Dienstag die Wiederöffnung der meisten Banken an, verschob dies dann aber kurzfristig auf Donnerstag. Zur Begründung für die kurzfristige Änderung verwies das Finanzministerium auf die "benmäßige Funktion des gesamten zyprischen Bankensystems".

Anastasiades: "Kommen wieder auf die Beine"

Zyperns Präsident Nikos Anastasiades.
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Zyperns Präsident kündigte Einschränkungen im Kapitalverkehr des Landes an.

Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades kündigte Einschränkungen des Kapitalverkehrs an, allerdings ohne Details zu nennen. Damit wolle die Zentralbank das Bankensystem der Inselrepublik schützen, sagte er in einer TV-Ansprache. "Ich versichere Ihnen, dass dies nicht lange dauern wird." Die Maßnahmen sollten stufenweise wieder abgeschwächt werden. Er nannte die milliardenschweren Rettungsmaßnahmen für sein Land "schmerzhaft". Die Mittelmeerinsel werde aber "wieder auf die Beine kommen".

Unklar ist, ob und welche Einschränkungen für die Banken gelten werden. Das Limit für Geldautomaten war am Sonntag je nach Bank auf 100 bis 120 Euro reduziert worden. Erwartet wird, dass Kunden künftig nur bestimmte Höchstbeträge pro Tag und Monat abheben dürfen. Mit den Einschränkungen soll verhindert werden, dass alle Sparer ihr ganzes Geld abziehen.

Laiki Bank wird in gute und Bad Bank geteilt

Laiki Bank
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Die Laiki Bank wird laut dem Rettungspaket abgewickelt.

In Kooperation mit der Europäischen Zentralbank sollen die Einschränkungen definiert werden, die für Kapitaltranfers der angeschlagenen Bank of Cyprus und der Laiki Bank gelten sollen. Die Laiki Bank soll in eine gute und eine Bad Bank geteilt werden. Die Abwicklung des Instituts ist Teil der Vereinbarungen zwischen Zypern und den Geldgebern. Auch die Bank of Cyprus muss deutlich schrumpfen. Eigentümer, Gläubiger und Anleger beider Banken mit Einlagen von mehr als 100.000 müssen Milliarden zur Sanierung des Bankensektors beisteuern. Noch ist unklar, wie groß ihre Verluste letztlich sein werden.

In der Folge der Einschnitte im Bankensektor muss auch die zyprische Wirtschaft mit erheblichen Rückschlägen rechnen. Knapp die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts basiert auf dem Finanzsektor. Offiziell wird damit gerechnet, dass die Wirtschaft dieses Jahr um 3,5 Prozent schrumpfen wird.

EZB garantiert weiter Nothilfe für Zyperns Banken

Unterdessen teilte die Europäische Zentralbank mit, nach der Einigung auf das Rettungspakt für Zypern keine Bedenken mehr gegen weitere Nothilfen für die maroden Banken des Landes zu haben. Es gebe keine Einwände gegen eine weitere Liquiditätsversorgung der Institute durch die zyprische Notenbank.

Saftige Einschnitte für Vermögen über 100.000 Euro
nachtmagazin 00:15 Uhr, 26.03.2013, Julian Kanth, ARD Berlin

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