Bank of Cyprus

EU-Troika bemängelt Reformen Zypern muss auf Tranche warten

Stand: 09.09.2014 14:29 Uhr

Zypern wird vorerst nicht die nächste Tranche der EU-Hilfsgelder in Höhe von 456 Millionen Euro erhalten. Die Zyprer haben bislang nicht ausreichende Maßnahmen zur Regelung fauler Kredite im Bereich Immobilien getroffen. Dies haben die Experten der Troika festgestellt.

Bank of Cyprus in Nikosia
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Der Bankensektor hatte Zypern tief in die Krise gerissen.

"Es ist eine sehr ernste und beunruhigende Entwicklung", sagte der zyprische Finanzminister Charis Georgiades im zyprischen staatlichen Fernsehen. Einen Grund "zur Panik" gebe es jedoch nicht, fügte er hinzu. Die Regierung Zyperns werde sich alle Mühe geben, auf Sparkurs zu bleiben, hieß es.

Troika offenbar unzufrieden mit neuen Gesetzen

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa ist die Troika aus Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht zufrieden mit neuen Gesetzen des Parlamentes in Nikosia. Sie schützten "zu sehr diejenigen", die ihren Verpflichtungen gegenüber den Banken nicht nachkommen.

Der Bankensektor hatte Zypern tief in die Krise gerissen. Das Euroland wurde im Frühjahr 2013 nur mit Hilfe internationaler Geldgeber vor der Pleite bewahrt. Die Europartner und der IWF greifen Zypern mit Finanzhilfen von insgesamt zehn Milliarden Euro unter die Arme. Die Zyprer selbst müssen 13 Milliarden Euro beisteuern.

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