Container im Hamburger Hafen

EU-Kommission hebt Prognose an Kleines Wachstumsplus in Eurozone

Stand: 25.02.2014 15:59 Uhr

Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone zieht nach der neuen Prognose der EU-Kommission wieder an: Für das laufende Jahr werden in den 18 Ländern der Eurozone nun 1,2 Prozent Wachstum erwartet, für 2015 dann 1,8 Prozent. Auch die Arbeitslosigkeit wird demnach zurückgehen - auf einen Wert unter 12 Prozent 2015.

Im vergangenen Jahr schrumpfte die Wirtschaftsleistung der Eurozone um 0,4 Prozent. "Nach Überwindung der Rezession im Frühjahr 2013 und drei aufeinander folgenden Quartalen einer verhaltenen Erholung besteht nunmehr Aussicht auf ein moderates Anziehen des Wirtschaftswachstums", analysierte die EU-Kommission. Eine Deflation in Europa und somit eine Gefahr für den zarten Aufschwung erwartet sie nicht. Die Inflationsrate in der Eurozone bleibt niedrig und beträgt demnach nach 1,0 Prozent in diesem Jahr 1,3 Prozent im Jahr 2015.

Gute Nachrichten für Spanien und Griechenland

Vor allem das Krisenland Spanien entwickelt sich besser als gedacht. Die Kommission verdoppelte ihre November-Wachstumsprognose für das laufende Jahr und erwartet nun einen Wert von 1,0 Prozent. Allerdings soll dies mit einem nur langsamen Rückgang der Arbeitslosenquote von derzeit 26 Prozent einhergehen.

Auch das krisengebeutelte Griechenland wird in diesem Jahr nach jahrelanger Rezession wieder ein Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent verzeichnen. Für das Jahr 2015 erwartet die EU-Kommission sogar ein Plus von 2,9 Prozent. Das mit internationalen Hilfsprogrammen vor dem Bankrott gerettete Land verzeichnete letztmals im Jahr 2007 ein Plus des Bruttoinlandsprodukts. Die Arbeitslosigkeit in dem Land sinkt demnach von 27,3 Prozent im vergangenen Jahr schrittweise auf 26,0 Prozent in diesem und 24,0 Prozent im Jahr 2015.

Ein Dämpfer für Frankreich

Schlechte Nachrichten enthält die neue Prognose der EU-Kommission für Frankreich: Das Haushaltsdefizit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone wird sich demnach in diesem und dem kommenden Jahr auf 4,0 Prozent beziehungsweise 3,9 Prozent der Wirtschaftsleistung verschlechtern. Damit liegt das Land weiter deutlich über dem EU-Grenzwert von 3,0 Prozent. Die Regierung in Paris hatte hingegen angekündigt, das Defizit im Jahr 2015 wieder auf den Wert von 2,8 Prozent zu senken.

Deutschland gehört zu den Zugpferden: Europas größte Volkswirtschaft legt laut den Prognosen im laufenden Jahr um 1,8 Prozent und 2015 um 2,0 Prozent zu.

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