Eine Frau beim Einkauf in New York

Starker Aufschwung US-Wirtschaft boomt trotz Omikron

Stand: 27.01.2022 17:05 Uhr

Die weltgrößte Volkswirtschaft konnte sich im vergangenen Jahr schnell vom Einbruch zu Beginn der Pandemie erholen. Zuletzt hat die US-Konjunktur sogar einen zusätzlichen Schub erhalten.

Die US-Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um 5,7 Prozent gewachsen und damit so stark wie seit 1984 nicht mehr. Das teilte das Handelsministerium auf Basis einer ersten Schätzung mit. Das Wachstum sei besonders durch gestiegene Verbraucherausgaben, Anlageinvestitionen, Exporte und Investitionen in Lagerbestände angetrieben worden, hieß es.

Ein Jahr zuvor war die US-Wirtschaft wegen der Corona-Krise eingebrochen, das Bruttoinlandsprodukt war damals um 3,5 Prozent geschrumpft. Die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten erreichte 2021 knapp 23 Billionen Dollar. Im Jahr 1984 war die Wirtschaft um noch stärkere 7,2 Prozent gewachsen.

Hohe Inflation als Folge

Laut Handelsministerium legte die US-Wirtschaft im vierten Quartal 2021 auf das Jahr hochgerechnet um 6,9 Prozent zu. Viele Betriebe füllten angesichts anziehender Nachfrage ihre in der Pandemie ausgedünnten Lagerbestände auf, was der Konjunktur einen Schub verlieh.

Wenn Wachstumszahlen der USA auf das Jahr hochgerechnet werden, sind sie nicht direkt mit europäischen Daten vergleichbar. Die Angaben der ersten Schätzung können zudem später noch korrigiert werden.

Der Aufschwung ging mit einer stark gestiegen Inflation einher, die zuletzt auf Jahressicht sieben Prozent erreichte. Gleichzeitig ist Arbeitslosenquote auf 3,9 Prozent gesunken. Die US-Notenbank sprach erst am Mittwoch von "Vollbeschäftigung" im Land. Wegen der boomenden Wirtschaft könnte die Notenbank Federal Reserve den Leitzins im laufenden Jahr gleich fünf Mal anheben.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Januar 2022 um 13:35 Uhr und um 18:00.