Schild in den USA wirbt um Bewerbungen für offene Jobs | AFP

Trotz Omikron US-Arbeitsmarkt erholt sich weiter

Stand: 04.02.2022 16:55 Uhr

Die Omikron-Welle kann dem Jobmarkt in den USA nichts anhaben: Die Zahl der Neuanstellungen war im Januar deutlich höher als von Experten vorausgesagt.

Von Florian Mayer, ARD-Studio Washington

Der Arbeitsmarkt in den USA hat sich im Januar trotz der grassierenden Omikron-Welle weiter erholt. Das zeigen Statistiken, die das US-Arbeitsministerium heute veröffentlicht hat.

Analysten doppelt überrascht

US-Unternehmen stellten danach rund 467.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Das sind mehr als doppelt so viele neue Jobs wie noch im Dezember 2021. Wirtschaftsexperten in den USA hatten im Zuge der extrem hohen Corona-Fallzahlen im Januar mit maximal 250.000 neuen Stellen gerechnet. 

Für die Analysten aber ebenfalls überraschend: Die Arbeitslosenquote in den USA stieg trotz der vielen neuen Stellen mit 6,5 Millionen Amerikanern ohne Job an, wenn auch nur leicht, und zwar von 3,9 auf vier Prozent. Insgesamt haben damit aktuell rund 153 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten einen Arbeitsplatz. 2,9 Millionen weniger als vor der Pandemie im Februar 2020.

Lohnentwicklung positiv

Ein weiterhin positiver Trend zeigt sich bei der Lohnentwicklung. Im Schnitt stieg die Bezahlung Anfang des Jahres um fünf Prozent. Sie hinkt damit aber immer noch deutlich der historisch hohen Inflationsrate von rund sieben Prozent hinter her.

Die Zahlen werden trotzdem insgesamt positiv aufgenommen. Denn neben mehr neuen Arbeitsplätzen verzeichneten die USA zuletzt auch ein historisch starkes Wirtschaftswachstum - dank der Nachholeffekte nach mehreren Lockdowns wegen der Corona-Pandemie.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. Februar 2022 um 23:33 Uhr.