Schild in den USA wirbt um Bewerbungen für offene Jobs | AFP

531.000 neue Jobs im Oktober Aufschwung am US-Arbeitsmarkt

Stand: 05.11.2021 14:52 Uhr

Der Arbeitsmarkt in den USA erholt sich schneller als erwartet. Im Oktober wurden mehr als eine halbe Million neue Jobs geschaffen. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,6 Prozent.

Von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

Die Zahl der Amerikaner, die in der Statistik als arbeitslos gezählt werden, ist auf 7,4 Millionen Menschen gefallen. Aber wie in jedem Monat ist das nur die halbe Wahrheit: Zum Beispiel werden sechs Millionen Amerikaner nicht gezählt, weil sie zwar arbeiten wollen, aber sich in den vergangenen vier Wochen nicht aktiv um einen Job bemüht haben oder nicht bemühen konnten. Zudem gibt es strukturelle Probleme: Schwarze und hispanische Amerikaner haben deutlich größere Schwierigkeiten, einen Job zu finden. Im Schnitt liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 4,6 Prozent, doch das US-Arbeitsministerium gibt zum Beispiel die Zahl für schwarze Amerikaner derzeit mit 7,6 Prozent an.

Torsten Teichmann ARD-Studio Washington

Neue Jobs in Gastronomie und Autoindustrie

Neue Jobs sind im Oktober vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe und in Serviceindustrie entstanden. Aber auch die Autohersteller und Zulieferer haben 28.000 neuen Stellen besetzt. Insgesamt seien im vergangenen Monat 531.000 Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft geschaffen worden, teilte das Arbeitsministerium mit.

Die Beschäftigungszahlen liegen immer noch hinter den Zahlen vom Februar 2020 zurück - dem Monat vor Beginn der Einschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Nur im Bereich Transport und Lager sind mittlerweile mehr Amerikaner angestellt als vor der Pandemie. Im Oktober kamen noch einmal 20.000 Stellen dazu.

Frühere Zahlen nach oben korrigiert

Das US-Arbeitsministerium hat außerdem den Jobzuwachs für vorangegangene Monaten nach oben korrigiert. Danach fanden im August 483.000 Amerikaner wieder eine Stelle, im September mit 312.000 fast doppelt so viele, wie ursprünglich angenommen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. November 2021 um 07:35 Uhr.