Kremlmauer in Moskau, Russland | AP

"Sind keine Wohltäter" Russland erwägt Gaslieferstopp

Stand: 29.03.2022 09:27 Uhr

Nach der von der EU weitgehend abgelehnten Bezahlung von Gaslieferungen in Rubel hat der Kreml mögliche neue Schritte Russlands angekündigt.

Nachdem die EU und die G7-Staaten die Bezahlung von Gaslieferungen in Rubel weitgehend abgelehnt haben, hält Russland die Drohung eines Lieferstopps aufrecht. "Keine Bezahlung - kein Gas", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow dem amerikanischen TV-Sender PBS.

Moskau wolle die endgültige Antwort der EU abwarten und dann die nächsten Schritte festlegen. "Wir beabsichtigen aber auf keinen Fall, uns als Wohltäter zu zeigen und Westeuropa kostenloses Gas zu liefern", betonte Peskow.

Kreml-Chef Wladimir Putin hatte angeordnet, dass Erdgas an "unfreundliche" Staaten wie Deutschland nur noch gegen Zahlung in Rubel zu liefern sei. Die Begleichung in Rubel würde die angeschlagene russische Währung stützen. Dies wurde bereits von einigen Ländern mit dem Hinweis auf Vertragsbruch zurückgewiesen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 29.03.2022 um 10:14 Uhr.