Fabrik für grünen Wasserstoff | Reinhard Spiegelhauer

Erneuerbare Energien Grüner Wasserstoff für Japan und die EU

Stand: 02.12.2022 16:41 Uhr

Die EU und Japan wollen bei der Produktion und dem Handel von grünem Wasserstoff enger zusammenarbeiten. Denn Wasserstoff gilt als Schlüssel, die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.

Die EU und Japan wollen Vorreiter bei der Produktion und dem Handel von klimafreundlichem Wasserstoff werden und dabei enger zusammenarbeiten. Heute unterzeichneten EU-Energiekommissarin Kadri Simson und Japans Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura eine entsprechende Kooperationserklärung.

Man wolle "gemeinsam auf die Nachhaltigkeit und Erschwinglichkeit der Erzeugung, des Handels, des Transports, der Speicherung, der Verteilung und der Nutzung von erneuerbarem und CO2-armem Wasserstoff hinarbeiten", hieß es. Wasserstoff gilt als klimafreundlich, wenn er mit Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind- oder Sonnenkraft hergestellt wird.

Wasserstoff-Leitungsnetz in Deutschland geplant

In der EU werden gerade Regeln verhandelt, um die Wasserstoffwirtschaft hochzufahren. So sollen fossilie Brennstoffe wie Erdgas vor allem in der industriellen Produktion schrittweise zu ersetzet werden. Die EU und Japan wollen nun bei der Entwicklung von Regeln, Standards und staatlichen Beihilfen zusammenarbeiten. Zudem sollen Unternehmen oder Behörden bei Aus- und Weiterbildung enger kooperieren.

Parallel wird auch in Deutschland an einer nationalen Wasserstoff-Strategie gearbeitet. Laut Bundeswirtschaftsministerium soll etwa ein Wasserstoff-Leitungsnetz mit Staatsbeteiligung aufgebaut werden. Bis 2027 sollten mindestens 1800 Kilometer Leitungen entstehen, heißt es im Entwurf für eine Fortschreibung der Wasserstoffstrategie, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Ein Konzept werde derzeit entwickelt und der Branche in Kürze vorgestellt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 06. Oktober 2022 um 12:00 Uhr.