Container in einem Terminal des Frachthafens Ningbo | VIA REUTERS

Nach zwei Wochen Quarantäne China öffnet Hafen-Terminal wieder

Stand: 25.08.2021 14:44 Uhr

Zwei Wochen lang war ein wichtiges Terminal im zweitgrößten Containerhafen Chinas wegen eines Corona-Falls geschlossen. Nun wird es wieder geöffnet. Die Folgen für die globalen Lieferketten dürften noch wochenlang spürbar sein.

Von Ruth Kirchner, ARD-Studio Peking, zzt. Berlin

Die örtlichen Behörden haben alle Beschränkungen am Meishan-Terminal im Hafenverbund Ningbo-Zhoushan aufgehoben. Schrittweise wird die Arbeit jetzt wieder aufgenommen. Ab 1. September soll das wichtige Terminal wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehen.

Ruth Kirchner ARD-Studio Peking

Das Meishan-Terminal war vor zwei Wochen wegen eines einzigen Corona-Falls geschlossen worden. Knapp 2000 Hafenarbeiter wurden in Quarantäne geschickt. Der Hafen von Ningbo-Zhoushan, 250 Kilometer südlich von Shanghai, ist der zweitgrößte Frachthafen Chinas und der drittgrößte der Welt. Dort werden jedes Jahr 28 Millionen Standard-Container umgeschlagen, ein Fünftel davon am Meishan-Terminal.

Terminal-Schließung verschärfte Lieferkettenproblem

Die zeitweilige Schließung des Terminals hatte die Probleme bei den globalen Lieferketten weiter verschärft. Auch deutsche Reedereien waren von Verzögerungen betroffen.

Derzeit warten noch rund 40 Containerschiffe auf die Einfahrt in den Hafen Ningbo-Zhoushan. Einige Reedereien hatten ihre Frachter in den vergangenen Wochen in andere Häfen umgeleitet - etwa nach Shanghai. Aber auch dort kam es zu Staus.

Normalisierung erst in Wochen zu erwarten

Experten gehen davon aus, dass es mehrere Wochen dauern wird, bis sich die Lage normalisiert. China verfolgt eine strikte Null-Covid-Politik. Einzelne Corona-Fälle können wie in Ningbo zu Schließungen und Teil-Lockdowns führen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. August 2021 um 17:26 Uhr.