Autos des chinesischen Herstellers Geely stehen in einem Autohaus in Shanghai. | REUTERS

Geplante Konsolidierung China will weniger E-Auto-Hersteller

Stand: 13.09.2021 10:58 Uhr

In China gibt es dank staatlicher Subventionen rund 300 verschiedene Elektroauto-Hersteller. Zu viele, findet die chinesische Regierung, die den Markt nun verschlanken will. Kleine Unternehmen dürften das nicht überleben.

China strebt eine Verringerung der Anzahl heimischer Elektroauto-Hersteller an. Die Volksrepublik habe "zu viele" Produzenten und werde deswegen eine Konsolidierung fördern, sagte Informationsminister Xiao Yaqing.

Er kündigte zudem an, China werde die Infrastruktur der Ladestationen und die Verkäufe von Elektroautos in ländlichen Märkten verbessern. Die Regierung arbeite daran, die Entwicklung von Lösungen zur Behebung der Engpässe beim Angebot von Chips für Kfz zu beschleunigen.

Nur die größten Hersteller dürften überleben

Die chinesische Regierung hatte bereit vergangenes Jahr damit begonnen, die einst hohen Subventionen für Hersteller von Elektroautos nach und nach zu kürzen. In den vergangenen zehn Jahren waren rund 100 Milliarden Dollar in diesen Industriezweig geflossen.

Die Subventionen führten zu einer Vielzahl neuer E-Auto-Hersteller, von denen zwar viele ein elektrifiziertes Modell ankündigten, jedoch nie auf den Markt gebracht haben.

Die nun angestrebte Konsolidierung dürfte dazu führen, dass nur die großen der derzeit rund 300 chinesischen E-Auto-Unternehmen wie BYD, Geely oder Nio weiterhin am Markt bestehen können.

Über dieses Thema berichtete das ARD-morgenmagazin am 13. September 2021 um ca. 08:50:00 Uhr in den Börsennachrichten.