Ver.di-Chef Frank Bsirske in Bremen | Bildquelle: dpa

Öffentlicher Dienst Bsirske gibt Arbeitgebern schlechte Noten

Stand: 28.02.2019 12:36 Uhr

Vor der wohl entscheidenden Tarifrunde im öffentlichen Dienst haben die Gewerkschaften harsche Kritik an den Arbeitgebern geübt. Ihre Angebote verdienten die Note ungenügend, sagte ver.di-Chef Bsirske.

Die Gewerkschaft ver.di hat den Bundesländern eine völlig unzureichende Haltung in den Tarifverhandlungen vorgeworfen. "Was bis jetzt von der Arbeitgeberseite gekommen ist, verdient die Note ungenügend", sagte ver.di-Chef Frank Bsirske bei einer Kundgebung in Bremen vor mehreren Tausend Teilnehmern.

Die Länder erwirtschafteten seit 2015 hohe Überschüsse. 2017 seien es 10,5 Milliarden Euro und im vergangenen Jahr 15,7 Milliarden Euro gewesen. "Die Finanzlage der Länder ist so gut wie noch nie", sagte Bsirske. "Wann, wenn nicht jetzt" sei die Zeit, den öffentlichen Dienst attraktiver zu machen.

Die Warnstreiks seien ein klares Signal, dass sich die Beschäftigen einmischten. "Gute Arbeit, gute Leute, gutes Geld. Das gehört alles zusammen", sagte Bsirske, der vor allem soziale Berufe wie Krankenpfleger oder Erzieher als leistungsmäßig unterbewertet und unterbezahlt sieht.

Dritte Verhandlungsrunde in Potsdam

An einem Protestzug durch die Bremer Innenstadt und der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz nahmen nach übereinstimmenden Angaben von Gewerkschaft und Polizei rund 7000 Menschen teil. Die Demonstration fand einen Tag vor der dritten und womöglich entscheidenden Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in Potsdam statt.

Zudem legten Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in mehreren Bundesländern die Arbeit nieder. Unter anderem gab es flächendeckende Streiks in den Verwaltungen in Berlin. Auch in Mecklenburg-Vorpommern legten Landesbeschäftigte die Arbeit nieder. Bereits den zweiten Tag in Folge mussten sich Patienten der Unikliniken in München, Regensburg und Erlangen auf Probleme einstellen, da erneut zahlreiche Stationen geschlossen blieben.

Dritte Runde der Tarifverhandlungen für Öffentlichen Dienst der Länder
tagesschau 14:00 Uhr, Ole Hilgert, RBB

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Februar 2019 um 20:00 Uhr.

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