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Datenweitergabe an Facebook Verbraucherschützer mahnen WhatsApp ab

Stand: 09.02.2020 09:28 Uhr

Eigentlich sollten WhatsApp und Facebook voneinander unabhängig bleiben. Doch zwei Jahre nach der Übernahme durch Facebook hat sich diese Firmenpolitik geändert. WhatsApp gibt Telefonnummern an Facebook weiter. Dafür kassiert WhatsApp nun eine Abmahnung.

Diese Abmahnung hat der "Verbraucherzentrale Bundesverband" (VZBV) angeschoben. Dabei geht es um die Weitergabe der Telefonnummern von Nutzern des Messenger-Dienstes an Facebook. Bei der Übernahme von WhatsApp habe Facebook versichert, dass der Dienst unabhängig bleiben solle, erläuterte der VZBV.

Verbraucher wurden getäuscht

Verbraucher hätten deswegen darauf vertraut, dass ihre Daten allein bei WhatsApp blieben und kein Datentransfer zu Facebook erfolge. Ihr Vertrauen sei enttäuscht worden, sagten die Verbraucherschützer und setzten WhatsApp eine Frist bis zum 21. September. Bis dahin soll der Kurzmitteilungsdienst eine Unterlassungserklärung abgeben.

Daten für gezieltere Werbung

Facebook hatte Ende August angekündigt, die Dienste - fast zwei Jahre nach der rund 20 Milliarden Dollar teuren Übernahme - enger miteinander verzahnen zu wollen. Künftig sollen die Telefonnummer des WhatsApp-Nutzers sowie Informationen dazu, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt wird, an Facebook weitergegeben werden.

Durch den Abgleich der Telefonnummer solle unter anderem relevantere Werbung bei Facebook angezeigt werden. Auch die Freunde-Suche solle so verbessert werden.

Kurzmitteilungen selbst sind sicher

Zugleich hatte WhatsApp betont, dass Facebook auf keinen Fall Zugang zum Inhalt von Kurzmitteilungen bekommen werde. Mit der Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Frühjahr seien sie ohnehin nur für die beteiligten Nutzer und nicht einmal für WhatsApp selbst einsehbar, hieß es.

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