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Neuer Haustarifvertrag steht VW erhöht Löhne in zwei Stufen

Stand: 28.05.2013 11:41 Uhr

Die rund 100.000 Beschäftigten der sechs westdeutschen Volkswagen-Werke bekommen in zwei Schritten mehr Geld. Die Konzernführung einigte sich mit der IG Metall auf einen neuen Haustarifvertrag. Demnach werden für Juli und August zunächst noch die bisherigen Löhne gezahlt. Ab September steigen die Entgelte dann zunächst um 3,4 Prozent und im Juli 2014 um weitere 2,2 Prozent. Der neue Tarifvertrag läuft 20 Monate bis Ende Februar 2015.

Der Abschluss orientiert sich an der Tarifeinigung in der Metall- und Elektroindustrie. Zusätzlich wurde allerdings vereinbart, dass VW für seine Vollzeitbeschäftigten einmalig 300 Euro in die betriebliche Altersvorsorge einzahlt. Wahlweise können die Beschäftigten statt dieses Rentenbausteins auch eine Auszahlung in Höhe von 275 Euro erhalten. Für Auszubildende zahlt der Konzern künftig 27 statt bisher 13,50 Euro pro Monat als Beitrag in die betriebliche Altersvorsorge ein.

VW und Gewerkschaft zufrieden

Beide Seiten zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis der Verhandlungen. "Die Beschäftigten erhalten eine gute Lohnerhöhung", erklärte VW-Personalvorstand Horst Neumann. "Mit dem Tarifabschluss sind wir an die Grenze dessen gegangen, was die schwierige Marktsituation in Europa und der harte internationale Wettbewerb zulassen."

Auch der VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh lobte das Verhandlungsergebnis. "Mit diesem Tarifabschluss haben wir das Ergebnis aus der Fläche nicht nur übernommen, sondern sogar noch etwas nachgebessert", sagte er. Der Abschluss berücksichtige die gute wirtschaftliche Situation des Unternehmens.

Zu Beginn der Tarifverhandlungen hatten die Arbeitnehmervertreter eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent gefordert. Bezogen auf die Gesamtlaufzeit von 20 Monaten erhalten die Beschäftigten nun in der Summe knapp vier Prozent mehr Geld als unter den Bedingungen des bisherigen Tarifvertrags. Der neue VW-Haustarifvertrag gilt für die Beschäftigten der VW-Werke in Wolfsburg, Braunschweig, Hannover, Salzgitter, Emden und Kassel sowie für die Mitarbeiter der VW Financial Services AG

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Mai 2013 um 14:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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schwede1948 28.05.2013 • 18:08 Uhr

@ 15:50 von Sephiroth

Zitat: "Mittlerweile frage ich mich doch, ob diese Lohnerhöhungen gerechtfertigt sind. In der Automobilbranche wir das Geld längst nicht in Europa verdient, sondern in China und anderswo. Haben also die Mitarbeiter in D einen Verdienst am Erfolg?" * Antwort: JA! Die in Deutschland gefertigten Autos werden für gutes Geld verkauft und tragen zum Unternehmensgewinn bei, also wieso sollen die hiesigen Arbeitnehmer keinen Anteil am Erfolg haben? * Zitat: "Das Erste hat vor kurzer zeit über Daimler berichtet." * JA, es gibt immer wieder Berichte über negative Ausreißer. Dass aber die allermeisten Leiharbeiter inzwischen auch mehr als 10 Euro pro Stunde verdienen und teilweise gut an die fest angestellten Kollegen angegleichen werden ist leider den Medien keine Meldung wert. Es werden immer nur die 5 bis 10% negative Ausreißer in den Medien ausgebreitet, das bringt Schlagzeilen! Diese Minderheit ist aber nicht die Realität des Durchschnittsarbeitnehmers. Auch im Bereich Leiharbeit!